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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Bilder aus dem Altertum.

so hingerissen, daß er sie nachts unter sein Kopfkissen nahm. GroßeAbschnitte trug er bei festlichen Anlässen auswendig vor. Bald dürsteteer nach eigenen Taten. Als sein Vater auszog, um die Griechen zuunterwerfen, befehligte er die Reiterei. So wuchtig griff er an, daßjene bei Chäroneia (338 v. Chr.) völlig geschlagen wurden. Hierfand die griechische Freiheit ein frühes Grab. Sie ging unter, weildie Griechen »neins waren. Im 20. Lebensjahr wurde AlexanderKönig.

2. Akerandcrs Siegein Kleinalren, amHranikos vei Issos.

Die Griechen glaub-ten, es wäre leicht,sich von demKna-ben" Alexander zubefreien. Sie erhoben sich. Allein sie be-reuten es nur zu bald. Schwer büßte dieStadt Theben. Er erstürmte sie, weil sieihm getrotzt hatte, und machte sie dem Erd-boden gleich. Ihre tapfern Verteidiger starbenan: Kreuz. Die Frauen und Kinder gerietenin Sklaverei; denn gar grausam ivaltete dasKriegsrecht in diesen alten Zeiten. So wardie Ruhe in Alexanders Reich wieder her-gestellt. Nun machte er sich kriegsbereitgegen Persten. Da durfte er besondersauf die Hilfe der Griechen zählen. Sie be-nutzten gern eine Gelegenheit, den altenErbfeind zu demütigen. Im Jahre 334 v. Chr. setzte er mit 30,000Mann zu Fuß und 5000 Reitern über den Hellespont und landetein der Gegend von Troja, wo er mehrere Tage zu Ehren dergefallenen Helden des trojanischen Krieges Feste feierte. Dann zoger dem herannahenden Perserheer entgegen und besiegte es am FlusseGranikos, wobei ihm sein Unterfeldherr Kleitos das Lebenrettete. Dann verfolgte er das geschlagene Heer durch Kleinasien. Un-weit Jssos errang er mit seinen wetterharten Mazedoniern einen nochglänzenderen Sieg. König Dareios befehligteseine Perser in eigenerPerson. Mitten im Kampfgewühl wandte er feige seinen Streitwagenund gab so das Zeichen zur Flucht. Seine Gattin und zwei Töchtergerieten samt dem feindlichen Lager in Alexanders Hand. Dieserbehandelte die Gefangenen wie Gäste und nicht wie Feinde. Statt

Hlezsnäer äer große.