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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Bilder aus der Frühzeit Helvetiens.

Felle. Wo sie keine Höhlen znr Wvhnstatt fanden, da gruben sie sich indie Erde ein. Nur allmählich wuchs die menschliche Wohnung über demBoden empor. Einen wichtigen Schritt zur Hähern Bildung hatte dasJägcrvolk der ältern Steinzeit schon getan: Es verstand, ein Feuer zubereiten. Um den Feuerherd versammelte sich die Familie, es entwickeltesich der Sinn für Geselligkeit. Jetzt konnte er sich das Fleisch genießbarzubereiten. Mittelst Feuer ließ sich ein rauhes Klima ertragen; es warnun möglich, in nördliche Gegenden auszuwandern. Schon regte sichauch die Lust zum Zeichnen. Im Keßlerloch fand sich ein Knochen, dar-auf ein w.idendes Renntier gar hübfch eingeritzt war. Zu Genossenhatte der Urmensch Tiere, die teils nicht mehr vorkommen, den Mam-niutelefantcn, den Höhlenlöwen u. a., oder solche, die sich in den Nordenund ins Hvchgebirg zurückgezogen haben.

2. Die jüngereSteinzeit.

Jahrtausende vergingen, und es änderte sich derAnblick des Landes. An Stelle der Eiswüstewuchsen und grünten Wälder und Grasfluren.

- — - m Flachabsteigen

^ ^ —--- de Seeufer

wählte sich derMensch derjüngern Stein-zeit mit Borliebe zumWohnplatz.

Starke Pfähle trieb er in den Seegrnnd, legte einen Boden dar-über und errichtete hier seine schilfbedeckten, mit Flechtwerk und Lehmumkleideten Hüttchen. Hier fühlten sich Mensch und Vieh wohl-geborgen. Ein Steg verband den Pfahlbau mit dem Ufer, woauf kleinen Ackern das Korn reifte nnd der blaublühende Flachsgedieh. Mit Steinbeil und Feuer lichtete der Pfahlbauer den Urwald.Dort erlegte er Bären und Hirsche, oder er ruderte auf seinem Ein-bamn fischend über den See.

leuerlteinlsge aus äem Pfahlbau von ächattir.(AuS „Heierli, Urgeschichte der Schweiz.)

Alle Flachufer der Schweizerseen waren von Pfahlbauten um-kränzt. Der Neuenbnrgersee allein zählte deren über vierzig. Auch diekleinen Seelein der Hochebene bargen solche. Ein sehr alter Pfahlbaufand sich auf der Südseite des Wasserspiegels von Movsseedorf beiMünchenbnchsee. Er wurde 1»ä6 entdeckt, als man seinen Abfluß, dieUrtenen, kanalisierte. Eine meterdicke Torfschicht deckte seine Zieste.Der Pfahlbau bildete ein Rechteck von 20 in Länge und 16 in Breite