II. Die Helvetier.
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Ansiedlungen. Diese waren sehr zahlreich in der Westschweiz, etwasseltener im Osten und Norden. Der Verkehr mit Italien, wohin dieHelvetier Vieh, Käse, Honig, Kienspäne u. a. ausführten, ging inRätien über den Splügen-, den Septimer- oder den Julierpaß.Im Westen lief ein gepflasterter Saumweg über den Großen St. Bern-tz ard, auf dessen Höhe ein Heiligtum des Jupiter stand.
l H ^enjiciin,^ heutige Wiflisburg oder Avenches zeigt in seinem
z., e Museum und in seiner Umgebung noch manches An-
denken an das alte Aventicum. Es war die schönste Römerstadtdiesseits der Alpen.
Ihre heitere und freieLage unweit des Mur-tensees lockte viele rö-mische Bürger zu dau-erndem Wohnsitz an.
Anderthalb Stundenmaß der Umfang ihrerMauern. Denn die ein-stöckigen römischenHäuser brauchten mitihren Gartenanlagenziemlich viel Raum.
In die Stadtmauernwaren zahlreiche Tür-me eingefügt, vondenen noch einer erhalten geblieben ist. Mächtige Torbauten im Ostenund Westen verstärkten die Stadt. Sie mag etwa 40,000 Ein-wohner gezählt haben. Aventicum besaß ein Theater und ebenso einAmphitheater, dessen vertiefte Rundung heute statt zu Tierhetzen undSchwertkämpfen zu Turnfestchen und Aufführungen dient. Der öffent-liche Platz im Mittelpunkt der Stadt, das Forum, wo die Märkteund Volksversammlungen abgehalten wurden, war mit hohen Säulen-hallen umgeben. Noch steht eine der Säulen mitten im Mattengrünund zeugt von verschwundener Pracht. Aventicum hatte seine Schulen,seine Lehrer und Ärzte, seine Bäder, Gesellschaftshäuser und Tempel.Neben Jupiter und Merkur wurde auch die Stadtgöttin Aventia ver-ehrt. Hier liefen alle wichtigen Landstraßen zusammen. Eine kamVvm Wallis, die zweite von Genf herauf, die dritte vom Jura her-
TornL>>a;-Turm un<l Ligognier bei üvenches