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Bilder aus dem Mittelalter.
vollendeten dann diese Eroberung. Sie drängten die Westgoten nachSpanien hinüber und unterwarfen sich auch das Gebiet der Bur-gunder. Eine wichtige Tat Chlodwigs war sein Übertritt zumrömischen Christentum. Seine Gattin Chlotilde, eine christlicheKönigstochter aus Burgund, hatte ihn immer gemahnt, sich taufenzu lassen. Lange Zeit wollte er nicht auf sie hören. Als er aber inder Alamannenschlacht in harte Bedrängnis geriet, rief er aus: „JesusChristus, Chlotilde sagt, du seiest der Sohn Gottes. Gibst du mir Bei-stand ilnd Sieg, so will ich an dich glauben und mich taufen lassen."Nach dem Sieg hielt Chlodwig Wort und ließ sich mit seinem ganzenHofstaat taufen. Ein besserer Mensch war er damit nicht geivorden.Er beseitigte durch List und Gewalt einen fränkischen Herzog nachdem andern. Alle Franken brachte er unter seine Macht und stiegzum Alleinherrscher einpor. Durch Chlodwig wurde das Frankenreichzur Vormacht der römischen Kirche in Europa.
Vergl. Leseb. 1. Bd. S. 150 „Die Schwaben oder Alamannen". S. 597 „Siegfrieds Schwer!"3. Bd. S. 146 „DaS Nibelungenlied". Aus Niederdeutschland das Gudrnnlied. S. 397 „Gudrims Klage".
V. Aie Siedetungen der Atcrrncrnnen.
.. Norden Deutschlands zwischen Elbe und
! sehenund/eöenswNse ! Oder wohnte vor Zeiten der volkreiche Stamm: der Alamannen. : der Sueben (Schwaben). In einem von
. . Eichen beschatteten Hain opferten sie dem Him-
melsgotte Ziu. Ihm zu Ehren nannten sie den dritten Wochentag„Zistig", Dienstag. Als sie nach Süden wanderten, gesellten sich ihnennoch andere Deutsche bei. Sie hießen jetzt Alamannen (Männer ins-gesamt). Sie waren Leute von hohem Wuchs. Riesen von zwei MeterLänge waren nichts Seltenes unter ihnen. Langes Blondhaar zierte denFreien, während die unfreien Knechte den Kopf geschoren trugen. KleineKinder gingen bei warmem Wetter ohne Bekleidung. Die Erwachsenentrugen über dem leinenen Untergewand als Mantel ein viereckiges,grobes Wolltuch, das über der Schulter mit einer Spange oder einemgroben Dorn befestigt war. Die freien Männer liebten Jagd und Krieg.Ackerbau und Viehzucht überließen sie gern den Frauen und Dienstboten.Jeder Freie war wehrpflichtig. Als Waffen führte er die Streitaxtoder die Lanze, Schwert und Schild. Beim Kampf standen die Männernach ihrer Verwandtschaft in Sippen zusammen. Das Heer war inRotten von je hundert Mann gegliedert (Hundertschaft, Cent, davon