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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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VI. Altdeutscher Götterglaube und Christentum.

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auch an Elfen und Nixen, an Wichtelmännchen, Riesen und Zwerge.Sie bauten den Göttern keine Tempel. Sie opferten ihnen edle Pferdeauf breiten Opfersteinen, in Eichenhainen, auf Bergeshöhen oder anrauschenden Quellen. Das geschah nachts zur Zeit des Voll- und Neu-monds.

Römische Kaufleute und Soldaten hatten einst dasChristentum nach Helvetien gebracht. Doch als die

2. Aas tzyrillentumunter denAlamannen.

s heidnischen Alamannen ins Land eindrangen, mußtees wieder neu verkündigt werden. Von einer fernenInsel, wohin der Sturm der Völkerwanderung nicht gedrungen, vonIrland, kam als christlicher Sendbote Columban und mit ihmzwölf Gefährten. Im Dorfe Tuggen am obern Zürichsee bereitetendie Leute ihren Göttern eben ein Opfer. Columban trat hinzu, schütteteden Opfertrank aus und stieß den Altar um. Das erzürnte die Leute.Die Sendboten mußten sich flüchten In der Bodenseegcgend fanden sieein besseres Arbeitsfeld. Zu Arbon lebten schon einige Christen, unddrüben in Bregenz gewannen sie viele neue. Auch von hier vertrieben,zog Columban über die Berge zu den Langobarden. Sein GefährteGallus blieb im Land und arbeitete mit großem Erfolg. Er bautesich eine Zelle hoch oben im Wald an der Steinach. Ein Bär soll ihndabei bedient haben. Bald zogen noch andere Leute in diese Wildnis.Ein Kirchlein wurde erbaut. Als der fromme Mann starb, erhob sichein Kloster über seinem Grab, und um das Kloster entstand die StadtSt. Gallen. Männer wie Gallus gab es noch mehrere. Von manchen,Wie z. B. von Fridolin, weiß man nicht viel bestimmtes. Nur allmählichund widerstrebend ließen die Alamannen ihren Heidenglauben fahren.Die Sendboten gingen aber klug zu Werk. Sie setzten an Stelle derHeidengötter die Apostel und Heiligen der Bibel. So mußte der ApostelPetrus den Donar vertreten. An die Stelle der Freia rückte inan dieGottesmutter Maria. Statt des Julfestes feierte man jetzt im Winterdas Weihnachtsfest. Das Frühlingsfest behielt seinen Namen, doch be-deutete Ostern nunmehr den Sieg Christi über den Tod.

In der christlichen Kirche bestand schon seit langerZeit das Amt des Bischofs. Das war der Vor-gesetzte der Geistlichen einer Landschaft oder Pro-vinz (Bistum). Er weihte die Priester und setzte sie

3. Aonisazins,der ^apst und dieKausmeicr.

in ihr Amt ein. Allmählich gewann der Bischof von Rom ein höheresAnsehen als alle andern. Rom war ja die Welthauptstadt gewesen. Hiersoll nach der Sage der Apostelfürst Petrus den Märchrertod gestorbensein. Der Bischof von Rom betrachtete sich als Nachfolger des heiligenPetrus. Er saß auf dem Stuhl Petri und wurde Papa (d. h. Vater),von den Deutschen Papst genannt. Dieser römische Papst war bemüht,die Germanen, die noch heidnisch waren, zum Christentum zu bekehren.Er schickte Sendboten zu den Angelsachsen, die zur Zeit der Völker-wanderung England erobert hatten. Die Angelsachsen bekehrten sich und