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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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VI. Die Kappelerkriege.

Reformatoren Auge in Auge geblickt. Doch wurde kein Freundes-paar aus ihnen. In der Lehre vom Abendmahl konnten sie sichnicht einigen. „Ihr habt einen andern Geist in euch!" sagte Lutherhart und wies die Bruderhand Zwinglis von sich.

Eines lag Zwingli ganz besonders am Herzen.Er wünschte, sein Heimattal, das Toggenbnrg,zu reformieren und von der äbtischen Herr-schaft zu befreien. Zürich war einer der vier Schirm orte derAbtei St. Gallen. Eigenmächtig und gewalttätig schritt es hierein. Im Jahr 1580 war der Abt gestorben. Zürich hinderte, daßein neuer Abt sein Amt antrat. Es verkaufte das Klostergebäude andie Stadt St. Gallen und gab den äbtischen Untertanen die Freiheit.Das tat es alles, ohne sich um die andern Schirmorte zu kümmern,ohne Luzern und Schwyz anzufragen. Diese waren höchst erbittertüber die Gewalttat. Zwingli aber meinte, die innern, kleinen Ortesollten überhaupt „ab dem Bank kommen" und in den gemeinen Herr-schaften nicht mehr mitregieren. Zürich und Bern, welche "/s derSchweiz ausmachten, sollten allein regieren. So wollte Zwingli dieEidgenossenschaft umgestalten. Sein Übereifer ging zu weit.Der Landfriede von Kappel war dem Fortschritt der neuen Lehre sogünstig. Mit Geduld und Zuwarten wäre wohl nach und nach dieganze Schweiz reformiert worden. Jetzt entglomm der Glaubenshaßaufs neue. Noch hatten die fünf Orte die Kriegskosten nicht bezahlt.Zürich und Bern legten die Korn sperre gegen sie an, vbschonZwingli davon abriet. Die Sorge ums tägliche Brot trieb dieKatholiken zum Krieg. Sie rüsteten in Eile und schrieben anFerdinand um Hülfe.

5. Zürich und dieAvtei St. Halten.

- .... Unversehens und mit ganzer Macht rückten

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! Zwinglis H-d aus dem - dre Funfvrtlschen 8000 Mann stark von Zug

Schlachtfeld 1531 . an die Zürcher Grenze. Es war anfangs

^ Oktober 1531. Von dieser Kunde war Zürichganz übernommen. 1200 Mann war alles, was es in Eile über denAldis senden konnte. Diese Vorhut stand unter Georg Gvldli,einem heimlichen Gegner Zwinglis. Wider obrigkeitlichen Befehl ließer sich in ein Gefecht ein. Unterdessen langte das Hauptbannermit nur 700 Mann an. Unter diesen befand sich auch Zwingliin kriegerischer Rüstung. Schon hatte der Kriegsrat der fünf Orte,weil es Abend geworden war, die Schlacht auf den andern Tag ver-