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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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I. Die Gegenreformation.

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ohne etwas an den Lehren zu ändern. Es gab Vorschriften,wie die groben Mißbrauche zu beseitigen und die Kirchenzucht zuschärfen seien. Kein Geistlicher sollte ein Amt bekommen, der sichnicht aus einer Priesterschule eine gute Bildung erworben hätte,der nicht einen tadellosenLebens Wandel führte. Auch kräftigtedieses Konzil wieder das Ansehen des Papstes in Rom. Einneuer religiöser Eifer erwachte unter den Katholiken. Die Kirchen-feste wurden wieder mit Glanz gefeiert, viele Kirchen neu errichtet,die Mönchsorden neu belebt. Von den Barfüßern oder Franziskanernzweigte sich der Kapuziner orden ab, der beim Volk bald sehrbeliebt war. Das beste Werkzeug der Gegenreformation war aber derJesuitenorden.

^A-y^ftistetdenk Aguaz von Loyöla, ein spanischer Edelmann,

: Iesuttenordeni540. i verteidigte die Festung Pampluna wider die Fran-

.. . zosen und wurde verwundet. Er las im Spital

viele Heiligengeschichten und gelobte, ein Streiter der Kirche zu werden.Vor einem Marienbild hängte er sein Schwert auf. Nur noch mitgeistigen Waffen wollte er kämpfen. Mit Eifer holte er auf denHochschulen die versäumte Ausbildung nach. Er sammelte gleichge-sinnte Genossen um sich und erhielt vom Papst die Erlaubnis, einenneuen Orden zu gründen (1540). Den nannte er die Gesell-schaft Jesu. Ihr Hauptzweck sollte sein der Kampf gegendas Ketzertum. Der soldatisch strenge Geist Loyolas ging aufden Jesuitenorden über. Äußerst klug war dieser Orden eingerichtet.Der Jesuit war nicht, wie andre Mönche, an ein bestimmtes Hausgebunden. Er bewegte sich sehr frei. Jeder wurde an den Platzgestellt, der seinen Fähigkeiten am besten entsprach. Der eine warzum feurigen Prediger bestimmt, ein andrer zum Lehrer an wohl-eingerichteten Schulan st alten. Ein dritter durfte sich gelehrtenStudien hingeben, ein vierter als Heidenbekehrer in ferne Länder reisen.Die klügsten Jesuitenväter wurden Prinzenerzieher, Beicht-väter und Ratgeber der Fürsten. Sie erlangten großen Ein-fluß auf die Lenkung der Staaten. Den Orden leitete ein Ordens-general in Rom. Dieser stellte sich dem Papst zu Diensten.Strengster Gehorsam war dem Jesuiten geboten. Selbst schwereSünden mußte er begehen, wenn es der Obere befahl.Der Zweckheiligt das Mittel", das war jesuitische Sittenlehre. Überall, woJesuiten hinkamen, da haben sie den Glaubenshaß geschürt und