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Gegenreformation und Religionskriege.
genährt. Sie pflanzten Unduldsamkeit und streuten eine Saat, diein vielen blutigen Religionskriegen aufging.
! """"f""'"""'". In der Schweiz war der Haß zwischen den
-fesg-nen in der Schweiz., beiden Religlonsparteien schon groß genug,
. . . bevor die Jesuiten ins Land kamen. Ein tiefer
Riß ging durch unser Volk; es war im Innern scharf entzweit,nach außen machtlos geworden. Kein gemeinsamer Bundesschwurfand mehr statt. In Sonde rtagsatzungen vereinigten sich hierdie Reformierten, dort die Katholiken. Nur die Sorge um die ge-meine« Herrschaften und das Bündnis mit Frankreichhielten die beiden Parteien noch etwas beisammen. Seit den Kappeler-kriegen waren Luzern und die innern Orte die führende Machtim Lande geworden. Zu Locarnv im Tessin bestand eine kleineprotestantische Gemeinde. Die fünf Orte stellten diese Reformiertenvor die Wahl, znm alten Glauben zurückzukehren oder die Heimatzu verlassen. Sie wählten das letztere. Sechzig Haushaltungen ver-ließen ihre schone Heimat, stiegen über die Bündnerpässe und fandenin Zürich gastliche Aufnahme. Hier brachten sie die seit alter Zeiteingeführte Scidenindustrie zu netter Blüte. Im gleichen Jahre,155.'), da die Locarnesen vertrieben wurden, erging der Geldstagüber den GrafenvonGreierz. Er war den Städten Frei bürgund Bern tief verschuldet. Sie teilten sich in seilt Land. Bern erhieltdie Herrschaft über Sannen, mit dem es schon lange im Burg-recht stand.
Die katholische Schweiz fühlte bitter denMangel einer Hähern Lehranstalt,wo sie ihre Priester ausbilden konnte. IhreGeldmittel waren zp gering, um eine solche
4. Kart Worromäus.Jesuiten in Auzcrn undI-reiliurg. Wuntius.
zu errichten. Da kam ihr vom Ausland Hilfe, vom Erzbischof KarlBvrromäus von Mailand. Er war ein äußerst eifriger Priester, den dasVolk hoch verehrte. Unermüdlich bereiste er seinen weiten Sprengel. Zudiesem gehörten auch die ennetbirgischen Vogteien. Im Jahr 1570kam er über den Gvtthard in die Urkantone und besuchte Luzern.Er teilte Geschenke aus und ermähnte Volk und Obrigkeiten zu treuerAnhänglichkeit an den Papst. Den Luzernern empfahl er dringend,sie sollten die Jesuiten einführen. Diese würden dann eine höhereSchule gründen und leiten. Mit diesem Rat ließ es Bvrromäusnicht bewenden. Aus eigenen Mitteln gründete er in Mailand das