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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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II. Der Kampf Englands Wider Spanien.

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Elisabeth von England.Die Armada 1588.

waren in großer Zahl zur Hochzeit Heinrichs von Bourbon nachParis gekommen. Sie sollten alle sterben. Der wankelmütige Königließ sich in letzter Stunde auch für den Mordplan gewinnen.

Am B arth olomänstag 1572, morgens 3 Uhr, ertönten inParis die Sturmglocken. Gedungene und fanatisierte Mörderbandenfielen über die Hugenotten her. Eines der ersten Opfer war der Ad-miral Coligny. Wie in Paris, so wütete der Massenmord auch auf demLande. 30,000 Hugenotten kamen ums Leben. Ein Schrei der Ent-rüstung ging durch Europa. Nur in Rom und in Madrid herrschteFreude über die grause Tat. Der Glaubenskrieg entbrannte vonneuem. Heinrich von Bourbon trat als Führer der Hugenotten andie Stelle Colignys. Karl IX., ivegen der Bartholomäusnacht vombösen Gewissen verfolgt, starb bald nachher im Wahnsinn.

Calvins Lehre schlug auch Wurzel auf derInsel, wo die zwei Königreiche Englandund Schottland bestanden. John Knox,der in Genf studiert hatte, brachte sie nach Schottland. Die Schottenwurden eifrige Calvinisten. Sie sind es geblieben bis zum heutigen Tag.Die Negentin Schottlands, Königin Maria Stnart, verharrteaber beim katholischen Glauben. Ihre Erziehung hatte sie am fran-zösischen Hof genossen. Maria war eine Dame von großer Schönheit,aber leichtfertigen Sitten, die nächste Verwandte der Königin Eli-sabeth von England. Ja, sie behauptete sogar, ein besseres An-recht auf den englischen Thron zu haben als jene. — Elisabeth wareine Protestantin. Sie gab der englischen Hochkirche ihre heu-tige Gestalt. Diese Kirche ist ihrem Bekenntnis nach reformiert, docherinnert sie in ihren Bräuchen (Zeremonien) noch vielfach an diekatholische. Elisabeth war eine treffliche Herrscherin. Das englischeVolk liebte und verehrte sie. Sie blieb unvermählt. Einen Heirats-antrag Philipps verdankte sie mit den Worten: „England ist meinGemahl, und jeder Untertan mein Sohn!" In große Verlegenheit kamsie durch Maria Stnart. Diese suchte, vom schottischen Volk verjagt, inEngland Schutz. Elisabeth hielt sie in 18jähriger Gefangenschaft. Oftversuchte Maria Stnart loszukommen. Sie rief heimlich die HilfePhilipps und des Papstes an. Verschwörer bedrohten das Leben Elisa-beths. Laut forderte das englische Volk den Tod der Schottin. Elisabethließ sie 1587 hinrichten. Im folgenden Jahr schickte Philipp II. die„unüberwindliche" Armada ab, um England zu strafen und wieder