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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Gegenreformation und Religionskriege.

Braus. An Taufen und Hochzeiten ging es hoch her. Samt undSeide, Gvldschmuck und Wappenscheiben waren in Banernhäusern nichtsSeltenes mehr. Allein die Zeit des Überflusses ging zu Ende. DieFlüchtlinge kehrten heim, die Preise der Güter und Lebensmittelsanken. Für das Mütt Korn, welches zuvor vierzig Batzen gegolten,bezahlte man noch acht Batzen. Viele Leute gerieten in Geltstag.Mancher Großbauer sank in Armut; denn es herrschte ein hartesSchuldgesetz. Übelgesinnte Landvögte, wie Tri botet in Trachsel-wald, übten keinerlei Rücksicht und quälten die Bauern, wo sie nurkonnten. Dazu kam noch die Münz not. Während des Krieges stiegder Münzwert. Unsere Münzen waren allzu gut und flössen nach demAllsland ab. Die Regierungen halfen sich null damit, daß sie minder-wertige Sorten prägten. Nach dem Krieg kehrte der frühere Münz-wert wieder. Nun waren die Kreuzer und Batzen alle zu schlecht.Um eine neue Münzvrdnung herzustellen, ging Bern mit dem Bei-spiel voran. Es setzte im Dezember 1652 durch ein Mandat seineBernerbatzen auf die Hälfte des Wertes herunter. Darin war dieRegierung ganz im Recht. Unbillig und hart war es aber, daß siedem Landvolk nur drei Tage Zeit gab, um sein Bargeld gegenbesseres einzulösen oder seine Abgaben damit zu bezahlen wie bis-her. Wer diese Frist verpaßte oder nichts Vvin Mandat erfuhr, sahsich so um die Hälfte seines baren Besitzes betrogen.

Das Münzmaudat gab den A n st o ß zumBauernkrieg. Längst gärte es unter deinLandvolk. Jetzt brach der Nufstaüd los.

4. Die Hnttcbncher erhebenstch zuerst. Das böse ?ast-satzungsmandat 1653.

Er war nicht das Werk gewissenloser

Anstifter. Die brächten lind redlichsten Männer nahmen daran teil.Das Beispiel gaben die Entlebncher. Sie waren sehr unzufriedenmit der Luzerner Regierung. Die Talvorsteher gingen in die Stadtund beschwerten sich über die neuen Steuern. Sie erhielten aberbarschen Bescheid. Ein Ratsherr fuhr sie an: sie würden nicht ruhigsein, bis man ihnen ein paar Hundert gefrorne, d. h. hieb-, stich- lindschußfeste Welsche auf den Hals senden werde. Das erboste die Entle-bncher. Sie rüsteten'mächtige Keulen, um den Welschen nötigenfallszu begegnen. Sie versammelten sich zu großen Landsgemeinden, zu-erst in Schüpfheim, wo der Schultheiß selber erschien und ver-geblich zum Frieden mahnte. Dann kamen zu Wolhnsen, am26. Februar, Vertreter aller zehn Ämter des Kantons zusammen und