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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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219
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V. Der Bauernkrieg in der Schweiz.

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schlössen unter sich einen Bund zu Schutz und Trutz. Der Re-gierung von Luzern wurde darob bange. Sie bat die andern eidge-nössischen Stände umgetreues Aussehen" und erhielt Hilfstruppenaus den Waldstätten. Die Luzerner Bauern rückten einige tausendMann stark vor die Stadt. Doch der Handstreich mißlang; ohne Ge-schütz war sie nicht einzunehmen. Die Regenten gaben dann denBauern gute Worte und versprachen, ihre Beschwerden zu untersuchen.Darauf zogen die Landleute heim und meinten, es sei alles auf gutenWegen. Zu Baden im Aargau trat eine Tagsatzung zusam-men. Sie erließ am 22. März ein Mandat wider die Bauern undnannte sie meineidige Rebellen. Jede Zusammenrottung ver-bot sie bei strenger Strafe. Gemäß dem Stanser Verkommnis wolltendie Regierungen einander mit den Waffen unterstützen. Was dieLuzerner Obrigkeit ihren Untergebenen versprochen hatte, sollte nichtgelten. Das erbitterte die Entlebucher, und das Feuer des Aufstands,welches erloschen schien, flammte von neuem auf. Sendboten aus demEntlebnch gingen nach allen Seiten aus, um die Bauern gegen dieHerren aufzuwiegeln.

6. Das Hmmental wird Mittel-punkt des Bauernaufstands.Der Wauernvund. Miklaus: Leuenberger. Der Wundesbrief.

Auch die bernischen Landleute warenempört über das ehrverletzende Mandat, namentlich die Bauern im Emmental, wo der harte Landvogt Tribo-l e t auf dem Schlosse Trachselwald seinWesen trieb. Einige Emmentaler hatten der Wvlhusener Versamm-lung beigewohnt. Das Volk schied sich inHarte" undLinde",d. h. in Regicrungsgegner und Regiernngsfrennde. Letztere waren sehrin Minderheit. Ende März hatte die Erregung im Bernbiet stark über-hand genommen. Von Zürich kam Bürgermeister Maser und suchtezu vermitteln; aber mit bloßen Worten und Versprechungen ließensich die Bauern nicht mehr beschwichtigen. Zwischen Emmentalernund Entlebnchern keimte der Gedanke eines Banernbundes, dersich den geeinigten Regierungen, dem Herrenbnnd, entgegenstellensollte. Diesen Bund aufzurichten, beschloß man, am 28. April einengroßen Volkstag in Snmiswald abzuhalten/"In hellen Scharenströmten hier Gemeindeabgeordnete vom Landgebiet der vier Kan-tone Bern, Luzern, Svlvthurn und Basel zusammen. Sie tagtenauf freiem Felde und wählten zu ihren: Obmann den reichen undberedten Niklans Leuenberger von Schönhvlz bei Rüderswil.