VI. Religionskriege in der Schweiz.
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sich rechtlos. Jedes vaterländische Gefühl erstarb. Der Stachel des er-erlittenen Unrechts blieb für lange Zeit im Herzen des Landvolkszurück.
Vergl. Leseb. 2. B., S. 537 „Den Märtyrern des Bauernkrieges", S. 578 „Aus Klaus Lenen-berger".
VI. HleLigions kriege irr der Schweiz.
...." ------- - -" """ "k i. Die bernischen Waffen hatten sich bei Her
: Di-Alüchtlinge v-nArty. : zogenbuchsee gegen die eigenen Landeskinder
. . ."t gerichtet. Wie ziir Strafe dafür blieben sie
sieglos im Religionskrieg von 1656. Zwar schien der Glaubenshaßwährend des Bauernkriegs wie weggewischt. Die reformierten Emmen-taler kämpften damals Schulter an Schulter neben den katholischenEntlebnchern. Auch die Regierungen waren einig. Sie planten so-gar eine Erneuerung lind Stärkung des Bundes der 13 Orte (Re-formplan von Bürgermeister Maser). Doch urplötzlich erwachte deralte häßliche Streit von neuem. — In dem schwyzerischen DorfeArth am Zugersee gab es Leute, die nur gezwungen den katho-lischen Gottesdienst mitmachten, im Herzen aber Protestanten waren.Die Kapuziner kamen dem auf die Spur und zeigten diese Bibelleserund „heimlichen Ketzer" bei der Regierung in Schwyz an. EineAnzahl Arther verließen Haus und Hof und flüchteten sich nach demgastfreien Zürich. Die Zurückgebliebenen wurden gefangen nachSchwyz geführt, gefoltert und vier von ihnen hingerichtet. Zürichverlangte, daß Schwyz den Flüchtlingen ihr zurückgelassenes Ver-mögen ausliefere. Schwyz stellte die Gegenforderung, daß Zürichseine Schützlinge dein schwyzerischen Gericht preisgebe. In der Tagsatzung erhob sich heftiger Streit. Keine Partei gab nach. Endlicherklärten Zürich und Bern den fünf Orten den Krieg.
> Sie erste Schlacht bei !Willmergen 1K5«.
Zürich und Bern hofften, einmal die Fesseldes zweiten Kappeler Friedens abschütteln zukönnen. Sie versäumten es aber, ihre Streit-kräfte rechtzeitig zu vereinigen. Die Zürcher belagerten Rappers-wil, während ein bernisches Heer im Freiamt erschien. Diesesbestand aus 6 Regimentern, von denen sich jedes beim Kamps ineinem großen Rechteck aufstellte. Das Regiment war in Kompagnieneingeteilt, deren jede 120 Musketenschützen, 60 Spießträger und 20Hellebardiere zählte. Ihre besten Truppen hatte die Berner Regie-