VI. Religionskriege in der Schweiz.
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den Aargau. In einem Gehölz zwischen Bremgarten und Mellingenschlug es 4000 Luzerner und Freiämtler in die Flucht. Nach dieser„ Staud ens chlacht" erschienen Berner und Zürcher vor Baden; dasStädtchen ergab sich. Die Führer der Katholiken merkten, daß sie dies-mal den Reformierten nicht gewachsen waren. Die Regierungen vonLnzern und Uri schlössen Frieden. Im Bernerheer, das bei Muri imFreimut lagerte, und dessen Vorhut bei Sins stand, glaubte man, derKrieg sei zu Ende. Doch der päpstliche Nuntius und viele Geistlichefeuerten das luzernische Landvolk zu neuem Kamps an. Auch dieSchwyzer, Zuger und Unterwaldner nahmen den Frieden nicht an.Die Katholiken überfielen ganz unerwartet die bernische Vorhut beiSins 'und töteten viele Leute. Die Hauptmacht der Berner zog sichnach Villknergen zurück. Hier entspann sich am St. Jakobstag/'den 25. Juli 1712, die Entscheidungsschlacht. Die 6 beimischen Re-gimenter standen unter der Führung kampferprobter Offiziere. Mitungestümer Tapferkeit stürmten die katholischen Heerhaufen auf dieBerner los. Eine Weile schwankte deren Schlachtordnung. EinigeFührer fielen oder wurden verwundet. Das Beispiel tapferer Offiziere,wie Venner Frischlng, Tscharner, Manuel und Fankhauser vonBnrgdorf, feuerte die Berner zu einem wuchtigen Gegenstoß an. DieKatholiken sahen sich geschlagen. Mit einem Verlust von 3000 Mannzogen sie sich zurück. Von den Bernern waren 600 gefallen.
Nasch schlössen die fünf Orte den Land-.r. Der Aandsricdo von k-/ ^ <
Daran. Per Druck,rv,,,,!.. k frieden von Aarau, durch welchen der
. . . . k zweite Kappelerfriede aufgehoben war.
Das Übergewicht der katholischen Orte war nunmehr gebrochen. Diefünf Orte wurden ansgestvßen aus der Mitregierung in der VogteiBaden und im n ntern Freimut. Bern trat zugleich ein in dieMitregierung der drei östlichen Vogteien Thnrgan, Sargansund Rheintal. Die Toggcnbnrger mußten zwar wieder unter dieHerrschaft des Abts zurückkehren, doch wurden ihre Rechte etwas ge-mehrt. Sie erhielten Anteil an der Verwaltung. Den katholischen"Orten gingen ihre Niederlagen und Einbußen sehr zu Herzen. Siehofften, Frankreich würde ihnen helfen, das Verlorne wieder zu ge-winnen. Sie schlössen mit dem französischen Gesandten in Solothnrneinen Geheimvertrag, worin sie Ludwig XIV. als ihren Beschützerund Herrn anerkannten. In einem Brief, der in einer versiegeltenBlechbüchse aufbewahrt wurde, sagte ihnen der König seine Hilfe zu.
Gründer und Brugger. Geschichte.
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