Buch 
Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
Entstehung
Seite
229
JPEG-Download
 

229

I. Die englische Revolution.

ein Verheerender Seekrieg aus. Dieses hatte fast den ganzen über-seeischen Verkehr des Jnselreiches an sich gerissen. Nun erließ dasenglische Parlament die Schiffahrtsakte, wonach fremden Schiffenuntersagt wurde, andere Waren als nur die eigenen nach Englandoder dessen Kolonien zu verbringen. Die holländischen AdmiraleTromp und de Ruyter ließen England ihre Macht fühlen. Ein-mal fuhr Tromp durch den Kanal und hatte hinten auf seinem Ad-miralsschiff einen mächtigen Besen aufgesteckt zum Zeichen, daß erdas Meer gesäubert habe. Doch die englischen Flottenführer, beson-ders Blake, verzagten nicht, sie rü-steten immer aufs neue. Endlich sahendie Holländer ein, daß England zurSee mächtiger geworden war als sie.

Ein Friede wurde geschloffen, und diebeiden protestantischen Republiken ver-bündeten sich. Cromwell bekam nunden Titel eines Lord-Protektors(d. h. Beschützers) von Großbritannien.

Er stellte alle drei Landesteile unterein Parlament. Er war mächtiger,als es jemals ein englischer Königgewesen war. Dieses Ansehens warer auch würdig. Er verschaffte demenglischen Namen überall unbedingteAchtung. Er unterstützte Frankreichgegen Spanien und nahm diesemLande Jamaika weg. Blake trieb die Seeräuber des Mittel-meeres zu Paaren. Die bedrängten Protestanten Europas erblicktenin Cromwell einen neuen Gustav Adolf. Damals verfolgte der Her-zog von Savoyen in den Hochtälern der Westalpen friedliche Wal-densergemeinden. Cromwell drohte übers Meer hin, und der Her-zog mußte die Verfolgung einstellen. Der Lordprotektor ließ an dieStädte Zürich, Bern lind Genf schreiben und empfahl die walden-sischen Flüchtlinge ihrer Fürsorge. Viel zu früh und unerwartet raffteder Tod diesen größten englischen Staatsmann und Feldherrn hin-weg (1658). Ihm folgte vorübergehend sein Sohn Richard. Dannkehrten die Stuarts auf den englischen Thron zurück. Sie regiertenaber so schlecht, daß sie bald von neuem und diesmal für immer

Oliver Lroinwe»