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Die Zeit des Absolutismus.
sie, daß sie Sigismund zum Kaiser wählten. Zum Dank dafür erhobihn Sigismund selber zum Kurfürsten. Zur Zeit, da Bern den Aargaueroberte, 14 l 5, belehnte er ihn mit derMarkBrandenburg. Haupt-ort und Residenz in dieser Mark wurde Berlin, das auch den Bärenim Wappen führt. Unter den Kurfürsten vom Hause Hohenzvllern warFriedrich Wilhelm (1640—80) der tüchtigste. Er erweiterte seinenStaat im westfälischen Frieden (Hinterpommern, Magdeburg). Er halfden Holländern Wider Ludwig XIV. und schlug die mit Frankreich ver-bündeten Schweden bei Fehrbellin (1675). Dann siedelte er etwa20,000 vom Sonnenkönig vertriebene Hugenotten an. In der WeiseCvlberts förderte er Handel und Gewerbe, doch ohne den Ackerbau zuvernachlässigen. Er versuchte sogar eine Flotte und Kolonien zu gründen.Dieser große Kurfürst legte den Grund zu Preußens Macht. — Nichtso tüchtig war sein prachtliebender Sohn Friedrich I. Potsdam wollteer zu einem Versailles machen. Er ahmte Ludwig XIV. nach, doch be-kämpfte er ihn im spanischen Erbfolgekrieg. Dafür erlaubte ihm derdeutsche Kaiser 1701, den Königstitel anzunehmen. Und da dieKurfürsten von Brandenburg seit 1618 das Land Preußen (heute Ost-preußen) als eigene Herrschaft (nicht Lehen) besaßen, so ging Friedrichnach Königsberg und krönte sich als König von Preußen. Im Jahr1707 wurde er auch Fürst von Neuenburg. Die drei Stände Neuen-burgs hatten ihn, von Bern dazu ermutigt, unter vielen Bewerbern zuihrem Schirmherrn erwählt. Da Neuenburg seit 1406 mit Bern imBurgrccht stand, so waren die Preußenkönige gleichsam Ehrenbürger derStadt Bern geworden. Friedrich I. verschwendete viel Geld für seineHosfeste. Weit geringere Summen gab er für die Schulen und für dieHebung von Kunst und Wissenschaft aus. Doch gründete er die Hochschulezu Halle. — Ein besserer Haushalter seines Landes war FriedrichWilhelm I. Auf Gelehrsamkeit hielt er nicht viel. Den Hofhält schränkteer ein und sparte, soviel er konnte. Wie der große Kurfürst, so hatauch er den Staat vergrößert und bereichert. Er entriß den SchwedenVorpommern, die Odermündung. Er hob die Wehrkraft Preußens.Seine Potsdamer-Leibgarde mit den Riesenkerls war sein größterStolz, und im Tabakskollegium verbrachte er die heitersten Stunden.Strengste Ordnung war bei ihm Grundsatz. Gegen seine Angehörigen,wie auch gegen seine Untertanen benahm er sich oft sehr hart. Dochhinterließ er seinem Sohne Friedrich II. ein schlagfertiges Heer, einevolle Staatskasse und tüchtig geschulte, pflichttreue Beamte.
... II. wurde von seinem Vater streng
. erzogen. Seine Lehrer sollten aus ihm einen
tapfern Soldaten, einen sparsamen Haushalter und einen gutenChristen machen. Doch Friedrichs frühreifes Wesen dürstete nachKunst und Wissenschaft. Er liebte die Musik, besonders dasFlötenspiel, sowie den Umgang mit den geistreichen Franzosen. Die