IV. Friedrich der Große.
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französische Sprache ging ihm über alles, das Deutsche schätzte ernur wenig. Wenn er dichtete, so schrieb er französische Verse. SeinVater nannte ihn einen Querpfeifer und Poeten und hielt ihnso hart, daß es Friedrich nicht mehr bei ihm aushielt. Er sannauf Flucht. Sie mißlang und kostete einem seiner Freunde undbeinahe ihm selbst das Leben. Zur Strafe mußte er zwei Jahre langauf der Festung Küstrin arbeiten. Dort unterwarf er sich demWillen seines Vaters und war namentlich eifrig im Exerzieren. DerKönig verzieh ihm und überließ ihm dann das Schloß Rheins-berg in der Mark Brandenburg, wo er sich nach seinem Wunscheeinrichten durfte. Hier umgab er sich ganz mit Franzosen oder fran-zösisch Gebildeten. 1740 gelangte er, 28jährig, zur Regierung.
3. Maria Hheresta.Friedrich H. erovert Ächtesten.
Gleichzeitig mit Friedrich kam MariaTheresia in Österreich zur Regierung.Der Kurfürst Karl von Bayern machteihrem Gatten Franz I. die Kaiserkrone streitig und verband sich mitFrankreich. Sofort entbrannte derösterreichischeErbfolgekrieg.Friedrich von Preußen fiel in Schlesien ein und eroberte diese Pro-vinz, auf welche er alte Ansprüche hatte. Maria Theresia geriet ingroße Bedrängnis. Sie gab den Forderungen Friedrichs nach undüberließ ihm Schlesien. Dann floh sie zu den Ungarn und erschien,ihr Söhnlein Joseph im Arm, auf dem Reichstag zu Prehburg. Hierschilderte Theresia vor den ungarischen Magnaten ihre Not.Die Worte der Kaiserin machten tiefen Eindruck. Begeistert gelobtensie ihr Beistand. Bald stand ein mächtiges Ungarnheer marschbereit.Die Bayern und Franzosen, die in Österreich einfielen, wurden ver-jagt. Karl von Bayern, der in Frankfurt zum Kaiser gekrönt wordenwar, starb bald. Theresia triumphierte und ihr Gemahl, Franz vonLothringen, erhielt den Kaisertitel.
: i Maria Theresia konnte den Verlust Schlesiens
: 1756—1763. ' nicht verschmerzen. Sie verbündete sich IN
-. . . ... aller Stille mit Elisabeth von Ruß-
land, Ludwig XV. von Frankreich und mit Sachsen, umden spottsüchtigeu Preußenkönig wieder zu einem Kurfürsten herab-zudrücken. Friedrich II. vernahm das Geheimnis und fiel sogleichin Sachsen ein, welches er in der ersten Überraschung zum Friedennötigte. Ein grimmiger Krieg brach aus. Der Preußenkönig,