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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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VI. Kulturbild aus dem 18. Jahrhundert.

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der Landzins. Der behäbige Wohlstand der Berner Bauern wurde sprich-wörtlich, und Wettreisende nannten die bernischen Dörfer des Oberaargausund Mittellands die schönsten von Europa.

2. Kewerve aus dem AandeBautätigkeit in der Stadt.

: Im Oberaargau namentlich gesellte sichzum Landbau eine sehr einträgliche Haus-industrie. Hier arbeitete das Leinwand-

gewerbe sür die Ausfuhr indie Fremde, nach Frankreich,

Italien und selbst nach Spanien.

Die Gegend baute nicht Hanfund Flachs genug für den Be-darf der Leinweber. Man kauftenoch Rohstoff in Deutschlandund verarbeitete ihn. In derMitte des 18. Jahrhundertskam im Aargau und Emmen-tal das Spinnen und Webender Baumwolle auf. Raschbürgerte sich die ueue Industrieein, und bis nach Londonwurden die Gewebe verschickt.

Die Wollweberei blühte imFrutigland und Simmental.

Die ökonomische Gesellschaft hatauch das Kleingewerbe nachKräften unterstützt und ermu-tigt. Langen that war da-mals ein wichtiger Mittelpunktder Hausindustrie. Seine Lein-wandausfuhr allein betrug imJahr 1765 gegen 11,000 Stückzu 38 Gulden, wovon 8000Stück im Dorfe selbst gebleichtwurden. Daneben blühte hierauch der Handel mit Baum-wollwaren und Bändern, ebenso

die Färberei. Der rege Verkehr weckte den Drang nach Bildung.Langenthal bestand eine Lesegesellschaft. In der Stadt Bern selberwar die Industrie unbedeutend. Es gab da Wohl eine Menge Kram-läden, aber wenig größere Händler und Industrielle. Am bedeutendstenwar der Wein Handel, den sich die regimentsfühigen Familien vor-behielten. Noch heute sind alte Bernerfamilicn im Besitz der schönstenRebberge am Genfersee. Viele Stadtberner lebten vom Ertragihrer Ämter. Während des 18. Jahrhunderts war in Bern die Bau-tätigkeit sehr lebhaft. Die Mehrzahl der Häuser in der alten Stadt

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(Nach Frendcnberger.)

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