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Zeitalter der großen Revolution bis 1815.
geht vom Volk aus. Die Behörden sind die Diener des Volksund sind diesem verantwortlich. Der Staat hat das allgemeineWohl zum Zwecke. Entspricht seine Form diesem Zwecke nicht, sohat die Mehrheit der Bürger das Recht, jie umzug eLstlten.Kein Mensch, kein Stand hat Anspruch aus ausschließliche W>r erb-liche Vorrechte. Kein Amt darf erblich sein. Die gesetzgebende,ausführende und richterliche Gewalt sollen voneinander ge-trennt sein. Räte und Regierungen sollen aus bestimmte, nichtallzulange Amtsdauer gewählt werden. Jeder Bürger soll das Wahl-recht haben. Steuern dürfen nur mit Zustimmung der Volksver-treter erhoben werden. Jeder Angeklagte hat das Recht, zuwissen, wessen er angeklagt ist, er muß den Zeugen gegen-übergestellt werden und möglichst schnell vom Geschwornengericht seiner Nachbarschaft gerichtet werden. Übermäßige Bußen,grausame, ungewöhnliche Strafen sind verboten. Die Preß frei hei tdarf nicht beschränkt werden. Die Religion ist Gewissens-sache, jeder ist gleichberechtigt zu freier Religionsübnng. Statt einesstehenden Heeres sollen die bewaffneten Bürger, die Miliz, Schutz-wehr des Freistaates sein."
4. Benjamin Arankkin.Keorg Washington. Ker-laus des Kriegs 1774—83.
Zwei Männer haben sich um die Freiheit: der Nordamerikaner unvergängliche Ver-dienste erworben. BenjaminFranklin,der Sohn eines Seifensieders in Boston,erlernte zuerst das Handwerk seines Vaters und dann die Buch-drnckerkunst. Er kam früh nach Philadelphia, wo er durch Sparsamkeit,Arbeitsamkeit und durch seine große Begabung dazu gelangte, miteigenen Mitteln eine Buchdruckerei zu eröffnen. Von nun an warer seinen Mitbürgern unablässig nützlich. Er gründete in Philadelphiadie erste Feuerwehr, die erste Versicherungsanstalt, die erste Volks-bibliothek, die Hochschule, das erste Spital usw. Er schrieb vielenützliche Bücher und war bald ein berühmter Gelehrter. So er-fand er den Blitzableiter. — Georg Washington war derSohn eines virginischen Pflanzers, und zeichnete sich schon imKampfe gegen die Franzosen aus. Jetzt bekam er den Oberbefehlüber das Milizheer. Seine Aufgabe schien fast unlösbar. SeineTruppen waren schlecht bewaffnet und geschult. Es fehlte ihnenganz an militärischer Zucht. Sie kannten keinen Gehorsam und keineUnterordnung. Aber noch schlimmer war, daß die einzelnen Staaten