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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Neue Freihcitskämpfc von 1815—1848.

an die ersten Bahnzüge hin und her. Bis Ende der 30er Jahre spanntesich schon ein großes Netz von Schienenwegen über Europa hin. Undmit der Eisenbahn trat sehr bald auch der Telegraph in den Dienstder Menschheit. Diese neuen Hilfsmittel gaben dem Weltverkehr einenmächtigen Aufschwung. Zugleich suchte man in allen Ländern die Schulenzu verbessern. Das Zeitungswesen, die Presse, bestimmte mehr undmehr die öffentliche Meinung. So reihte sich ein Fortschritt an den andernin stets beschleunigterem Gange.

II. Die Schrveiz in den Inbren —1830.

(Restauration.)

Als die Mediationsverfassung Ende 1813dahinfiel, kehrte in Bern das Regimentder Patrizier wieder. Es lebten vonden Männern, die beim Übergang 1798 Gvoßräte gewesen, noch etwa140. Sie nahmen ihre Stühle wieder ein nnd ergänzten sich auf dieZahl 299. Der Große Rat zählte jetzt 200 Mitglieder aus denregimentsfähigen Familien der Stadt und 99, die das Land wählte.Ähnlich stand es in andern Kantonen. In Freibnrg stellte die Stadt108 Großräte, das Land nur 36. - - Als Mittelpunkte der Bildungund des Besitzes waren die Hauptstädte in allen Kantonen bevor-zugt. Der Städter galt politisch 5—20 Mal so viel als der Land-mann. Die Oberamtmänner, welche die Regierung in den Amtsbe-zirken vertraten, glichen aufs Haar den frühern Landvögten. Eswaren wieder meist Patrizier. Was der Große und Kleine Rat ver-handelten, davon erfuhr das Volk nichts. Es wußte auch nicht, wasder Staat ausgab und einnahm; denn der Staatshaushalt unddie Beratungen wurden geheim gehalten. Alle Ämter warenlebenslänglich. Über die Drucksachen hielt man strenge Aufsicht. DieZeitungen sollten sich kein Urteil erlauben über die Staatseinrichtnngrmd über das Tun der Beamten. Von Vvlksrechten stand nichts inder Verfassung. Auch war kein Weg darin angegeben, wie man sieändern konnte. Sein Gutes hatte das Patrizierregiment immerhin.Es war redlich und sparsam; es legte dem Volk keine große Lastenund Steuern auf. Allein es fehlten ihm dann auch die Mittel, umGroßes für die Volkswohlfahrt zu unternehmen. Um die Schulenauf dem Land war es noch kläglich bestellt. Das Patriziat tat auchjetzt nur wenig zu ihrer Förderung. — Mehr tat ein einzelner Mannaus patrizischem Hause. Es war Emanuel von Fellenberg.

1. Wiederherstellung desWatriziats im Kant. Ziern.