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4. Theodosius der Große (376—395), der letzte zAZausgezeichnete Kaiser, teilte bei seinem Tode das Reich Chr.unter seine beiden Söhne, Der ältere, Arkndius, er- Teilunghielt den Osten mit der Hauptstadt Konstantinopel, ^
der jüngere, Honorius, den Westen mit Rom.
5. Von dieser Zeit an blieb das römische Reich geteilt.Das oftrömische Reich bestand bis zum Jahre 1453, als es mitder Eroberung von Konstantinopel durch die Türken zerstörtwurde.
6. Das weströmische Reich dagegen vermochte ——sich nur noch kurze Zeit gegen die vom Rheine und von ^ Chr.der Donau her vordringenden germanischen Völker- Untergangstamme zu halten, die eine Provinz nach der anderen des west-in Besitz nahmen. Die Kaiser, zuletzt auf den Besitz
von Italien beschränkt, wurden ganz von den ins römische — " —Heer aufgenommenen deutschen Söldnern abhängig. Endlich zwangOdosker, ein Anführer solcher Söldner, den letzten der römischenKaiser, Romülus Augüstülus, zur Abdankung (476) und machtedamit dem weströmischen Reiche ein Ende. Er herrschte darauf selbstals deutscher Heer-König mit vieler Kraft über Italien.
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Die heidnischen Religionen.
1. Im Altertume findet man bei vielen Völkern würdigereVorstellungen von Gott und göttlichen Dingen, als dies oft inder späteren Zeit der Fall ist. Denn wie die Erziehung mitder Geburt des Menschen ihren Anfang nehmen und stufenweisefortschreiten muß, so hat auch Gott nach dem Zeugnisse der heiligenSchrift von Anfang an sich dem Menschengeschlechte offenbart undhat das, was von ihm erkennbar ist, seine ewige Macht, Weis-heit und Güte, fortwährend den Menschen in seinen Werkengezeigt.
2. Aber die Sünde trübt das Licht der Vernunft. Mitder Entfremdung von Gott verlor sich auch die reinere Erkenntnisseiner Offenbarungen bis zur gänzlichen Verkennung des Göttlichen.Man verwechselte die sichtbaren Werke der Natur mit ihrem leben-digen Schöpfer und Herrn und vertauschte, wie die heilige Schriftsagt, die Majestät des unvergänglichen Gottes mit dem Bilde dervergänglichen Geschöpfe.
3. Anfangs galten zwar die Natürlichste, wie Licht, Gestirne,Feuer u. a., nur als Zeichen oder Sinnbilder der Gottheit undihrer Eigenschaften. Nach und nach wurden aber jene selbst fürgöttlich gehalten und unter mannigfachen Gestalten als bestimmteGötter verehrt.