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schädigungen für Verluste, die diese auf dem linken Rheinufer durchAbtretungen au Frankreich erlitten hatten. Von den zahlreichenReichsstädten blieben nur sechs übrig. Für die an Frankreich gefallenenKurfürstentümer Trier und Köln wurden vier neue geschaffen,darunter Hessen-Kassel, Baden und Württemberg.
8. Alles dieses wurde auf dem Reichstage zu Regens bürgnach langen Verhandlungen durch den sogenannten Reichsdepntations-hanptschlnß (Febr. 1803) festgestellt. — Von nun an bestand dasKaiserreich der Deutschen nur noch dem Namen nach und solltebald ganz verschwinden.
§ 111 .
Napoleon I., Kaiser der Franzosen.
1. Bald nach dem Lüneviller Frieden ließ sich1804 Bonaparte als Napoleon I. zum erblichen KaiserNapoleon!., der Franzosen (1804) und im folgenden Jahre ZumKaiser der Könige von Italien erklären. So hatte dieser außer-Franzosen. ^-deutliche Mann, erst 35 Jahre alt, das glanzvolleZiel seines Ehrgeizes erreicht. Er hätte es wohl behaupten mögen,wenn er selbst Maß und Ziel zu halten verstanden hätte.
2. Aber Herrschsucht ließ den Selbstsüchtigen nicht ruhen.Er wollte ganz Europa seinen Willen als Regel vorschreiben. Da-durch verwickelte er sich fortwährend in Kriege, bis endlich alle gegenden an der Freiheit und Selbständigkeit der Völker Freveln-den sich vereinigten. So führte er durch Übermut seinen Fall selbstherbei.
3. Bald nach der Erhebung Napoleons zum Kaiser derFranzosen hatte England, dem jener am meisten grollte, und indem der unermüdliche Minister Pitt das Staatsruder leitete, einedritte Koalition mit Rußland und Österreich gegen den fran-zösischen Gewalthaber geschloffen. Denn dieser begann jetzt, immerrücksichtsloser seine herrischen Pläne zu verfolgen.
- .- 4. Der englische Admiral Nelson vernichtete
, zwar die spanisch-französische Flotte im Oktober 1805fchlacht bei bei Trafälgar zwischen Kadix und Gibraltar; aberAusterlitz. Napoleon nahm, mit Baden, Baiern und WürttembergFriede zu verbündet, ein österreichisches Heer bei Ulm gefangenPreßburg. siegte über die vereinigten Russen und Österreicherin der „Dreikaiserschlacht" bei Ansterlitz in Mähren (2. Dez.1805). Franz II. schloß nun den Frieden von Preßbnrg (1805).Österreich mußte Venedig an das neue, von Napoleon gegründeteKönigreich Italien, Tirol mit Vorarlberg an Baiern und seineschwäbischen Besitzungen teils an Würt-temberg, teils an Baden