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Dr. Joseph Becks Leitfaden beim ersten Unterricht in der Geschichte : in vorzugsweise biographischer Behandlung und mit besonderer Berücksichtigung der deutschen Geschichte
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harten Frieden von Sän Stefano erzwängen (März 1878).Doch wurde aus Englands und Österreichs Veranlassung der Inhaltdes Friedens auf dem Berliner Kongreß (Juli 1878) wesentlichgeändert. Noch einmal war es geglückt, der Eroberungslust des rus-sischen Kolosses Schranken zu setzen und den „kranken Mann" vor-dem gänzlichen Untergänge zu bewahren. — Alexander II., unterdem sich Rußlands Macht auch in Asien in wiederholten Kriegenerweiterte, wurde im März 1881 ermordet. Ihm folgte sein SohnAlexander III (ch 1894).

s 119.

Italiens Umgestaltung. ^

1. Um dieselbe Zeit war auch in Italien eine gänzliche Um-wandlung der politischen Zustände angebahnt und allmählich unterder Gunst der Zeitumstände zum Ziele gebracht worden. Das hart-näckige Streben der Jtalier, die ganze Halbinsel nach Ver-drängung jeder Fremdherrschaft in einen einheitlichenGesamtstaat umzubilden, führte im Frühjahr 1859 zu einemneuen, blutigen Zusammenstoß mit Österreich. Denn als der Königvon Sardinien, Viktor Emanuel, der sich an die Spitze der Be-wegung gestellt hatte, der Aufforderung der österreichischen Regierung,zu entwaffnen, nicht nachkam, ließ jene sofort ein Heer in Piemonteinrücken (April 1859).

2. Die italische Sache wurde von dem hervorragendstenStaatsmanne Italiens, dem Grafen Cavour, mit großer Umsicht undThatkraft geleitet. Er hatte bereits in einer geheimen Zusammen-kunft die Teilnahme und Unterstützung Napoleons III. gewonnen.Dieser eilte mit einem Heere zu Hilfe, um Italien „frei bis zurAdria" zu machen. Die Österreicher kämpften zwar mit gewohnterTapferkeit, aber überall unglücklich, namentlich in den beiden Haupt-schlachten bei Magenta am Tessin (4. Juni) und bei Solferinosüdlich vom Gardasee (24. Juni). Diese Ereignisse führten zu.einerZusammenkunft der beiden Kaiser Franz Joseph und Napoleonzu Villasranca* (Juli 1859) und zum Züricher Frieden. DieLombardei wurde an Sardinien überlassen, Österreich behieltVenedig. — Frankreich erlangte in einem besonderen Vertrage vonSardinien für die geleistete Hilfe dessen Stammland Savoien undNizza.

3. Die Jtalier waren durch jenen Friedensschluß keineswegsbefriedigt. Unverrückt verfolgten sie ihr Ziel weiter. Noch währenddes Krieges hatten die kleineren Staaten des oberen und mittlerenItaliens (Toskana, Parma, Mode na) ihre Fürsten vertrieben

* Villafranca bei Verona.

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