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6. Spanier: Cervantes (-s 1616, der satirische Roman DonQuixote) und der Schauspieldichter Calderon (ch 1681).
7. Portugiesen: Camoens (ch 1579, die Lusiaden, ein er-zählendes Gedicht von den Heldenthaten der Portugiesen in Ost-indien).
8. Franzosen: Die Blüte der französichen Litteratur fälltin die Zeit Ludwigs XIV.: Corneille (ch 1684) und Racine(ch 1699) als Trauerspieldichter; Moliöre (ch 1673) als Lustspiel-dichter; La Fontaine als Fabeldichter; ferner Boileau alsSatiriker, später Voltaire und Rousseau, in der neuesten ZeitChateaubriand, Beranger und Lamartine.
9. Russen: Der lyrische Dichter Puschkin (1837).
10. Dänen: Der Dramatiker Öhlenschläger (ch 1850).
11. Schweden: Der erzählende Dichter Teaner (4 1846).(Frithjofssage.)
b. Beredsamkeit und Geschichte.
1. Griechen und Römer: Der größte Redner der Griechenist Demosthenes der Athener, bei den Römern Cicero.
Der Vater der griechischen Geschichtschreibung ist Hero-dot, nach ihm Thucydides, Xenophon und Plutarch. Unterden Römern sind Cäsar, Sallust, Livius und Tacitus zunennen.
2. Bei den neueren Völkern ragen in der Geschichtschrei-bung hervor: in Italien Machiavelli; in England Hume undMacaulay; in Frankreich Guizot und Thiers; in DeutschlandJoh. Müller, Schlosser, Niebuhr, Räumer, Pertz, Ranke,Gervinus, Giesebrecht, Sybel.
e. Die bildenden Künste.
1. Was die bildende Kunst betrifft, so gelangte im Altertumemehr die Bildn er ei (Plastik), die das Schöne in festen Körperndarstellt, zur höchsten Ausbildung. Der Geist des Mittelalters da-gegen spricht sich in der Baukunst und Malerei am eigen-tümlichsten aus.
2. Die größten Bildhauer der Griechen sind Phidias, einZeitgenosse des Perikles und Praxiteles (um 360). Ihnen eifer-ten in der neueren Zeit der Jtalier Canova und der Däne Thor-waldsen, ferner die Deutschen Rauch, Schwanthaler, Rietschelglücklich nach.
3. Berühmte Maler bei den Griechen sind Zeuxis und Ap-pelles. — Ihre höchste Vollendung erreichte die Malerei in Italienim 16. Jahrhundert durch Raphael, Leonardo da Vinci,