Band 
Heft 3.
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England.

lebendig hat verbrennen lassen, so daß ihr mit Rechtder Beiname die Blutige geblieben ist.

(Alba in 6 Jahren — 18,000 f in den Niederlanden.)

1558-1603: Elisabeth:

Im ARer von 2*/s Jahren hatte sie ihre Mutter durchschmachvollen Tod verloren (— ? A-B.)

Vorn Vater war sie als unehelich in Armut und Schandeverstoßen worden.

Erst Kath. Parr (Heinrichs VIII. letzte Gemahlin), nahmsich ihrer wieder an, erkannte ihre Talente und ließsie sorgfältig erziehen.

Ihre lebhafte Neigung zu Thomas Seymour, dem 2.Bruder (heiratet zuerst K. P., dann will er EI.), drohteihrem Leben Gefahr; sie wurde eingekerkert, widerstandaber allen Versuchen, ihr Geständnisse zu entlocken.Nach der Hinrichtung des Thomas Seymour suchte sieihr Leid durch Studien zu vergessen: in der Mathe-mathik, in Latein und Griechisch war sie wohlbewandert.

Maria die Katholische haßte sie, als vermutliche Tron-erbin und Protestantin, warf sie in den Kerker und be-drohte sie mit dem Tode. (Warum?)

(Maria wollte sie mit Joh. Gray und ihrem Verlobtenwegen Teilnahme an einem Anschlag gegen ihr Lebenzum Tode verurteilen. Aber die Drohungen des Adelsund des Volkes hinderten sie daran. Elisabeth wurdezu strenger Kerkerhaft verurteilt.)

Philipp II. befreite sie vorn Kerker und von steten Krän-kungen. bis der Tod der Maria ihr den Thron ver-schaffte: 1558.

Die brennendste Frage für Elisabeth war die religiöse.

Eine bestimmte religiöse Überzeugung hatte sie nicht undkonnte sie nicht haben, weil sie die Verfolgung derKatholiken und der Protestanten erlebt hatte und wohleinsah, daß die Religion nur als Mittel benutzt wurde,die Herrschsucht zu befriedigen.

Der katholische Gottesdienst und die starke Macht derkath. Geistlichkeit gefielen ihr zwar, als Stützen desThrones, auch mußte sie Philipp II. von Spanien