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Erster Teil.
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über das Opfertier aus, rufen den Gott an und schlachten es.Hierauf schneiden sie den Kopf ab und häuten den Leib des Tie-res; den Kopf tragen sie .unter schrecklichen Verwünschungenweg auf den Markt, wenn Fremde und hellenische Kaufleutebei ihnen sind, und verkaufen ihn; sonst werfen sie ihn in denFluß. Sie fluchen dem Kopfe, indem sie wünschen, es möchteein Unglück, das den Opfernden, oder dem ganzen Lande wider-fahren sollte, über ihn kommen. Wenn die Priester den Stierabgehäutet haben, nehmen sie unter Gebeten den Magen her-aus; die Eingeweide und das Fett lassen sie in dem Leibe;Schenkel, Hüftknochen, Schulterknochen und Hals schneiden sieab. Den Leib des Stieres füllen sie mit reinem Brot und Honig,mit Rosinen und Feigen, mit Weihrauch, Myrrhen und andermRäucherwerk. Dann verbrennen sie ihn, indem sie reichlich Öldarauf gießen. Vor dem Opfer fasten sie; während dasOpfer flammt, schlagen sie sich auf die Brust, und dann be-reiten sie sich einen Schmaus aus den Opferresten. Reine Stiereund Stierkälber opfern alle Ägypter; aber Kühe dürfen sienicht opfern; die sind der Isis heilig. Ihr Bild ist zwar daseines Weibes, hat aber Rindshörner, gerade wie die Hellenendie Io*) abbilden. Unter allem Vieh halten die Ägypter aus-nahmslos die Kühe am meisten heilig.

Das Schwein aber halten die Ägypter für ein unreinesTier. Wenn einer im Vorbeigehen ein Schwein nur berührt hat,so steigt er samt den Kleidern in den Fluß, um zu baden; auchsind die Sauhirten, obwohl sie eingeborne Ägypter sind, dieeinzigen von allen, die keinen Tempel betreten dürfen. Auchmag ihnen niemand seine Tochter zur Ehe geben, noch eine vonihnen heiraten; sondern Sauhirten freien untereinander.

Ägypten, obgleich an Libyen angrenzend, ist nicht reichan Tieren; alle aber, Haustiere wie Wildtiere, gelten als heilig.Ein jedes Tier hat seine Wärter, Männer und Weiber von ägyp-tischem Stamm. Wenn in einem Hause eine Katze eines natür-lichen Todes stirbt, so scheren sich alle Insassen die Augen-brauen ab, wenn aber ein Hund stirbt, den ganzen Kopf kahl.Die gestorbenen Katzen bringen sie in heilige Häuser; da wer-

*) Die Io der Griechen als Mondgöttin entspricht der Tsis, derägyptischen Mondgöttin.

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