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Wenn im Stalle [Hürde] ein Schlag von Gott [Unfall] sichereignet oder ein Löwe Vieh tötet, so soll der Hirte vor Gottsich reinigen und den Unfall der Eigentümer des Stalles tragen.
Wenn hingegen der Hirt etwas versieht, im Stalle ein Schadenentsteht, so soll der Hirt den Schaden an Hindern und Klein-vieh ersetzen und dem Eigentümer geben.
Wenn jemand einen Sklaven oder eine Sklavin kauft und vorAblauf eines Monats die B§nu-Krankheit sie befällt, soll er siedem Verkäufer zurückgeben und der Käufer das Silber, das ergezahlt, zurückerhalten.
Wenn jemand einen Sklaven oder eine Sklavin kauft undein Anspruch*) auf sie erhoben wird, so haftet der Verkäuferfür den Anspruch.
Wenn ein Sklave zu. seinem Herrn sagt: „Du bist nicht meinHerr“, wenn er ihn dessen überführt, soll ihm sein Herr dasOhr abschneiden.
. . . Hammurabi, der schützende König bin ich. Den Men-schen entzog ich mich nicht, war nicht säumig, eine Woh-stätte des Friedens verschaffte ich ihnen. Steile Engen erschloßich, Licht ließ ich erstrahlen über sie. Mit mächtiger Waffe,mit . Scharfblick, mit Weisheit, habe ich die Feinde obenund unten [in Nord und Süd] ausgerottet, die Erde unter-worfen, dem Lande Wohlbefinden geschafft,-die Einwohner derWohnsitze in Sicherheit wohnen lassen, einen Unruhestifter nichtgeduldet. Die großen Götter haben mich berufen, ich bin der heil-bringende Hirte [Herrscher], dessen Stab [Szepter] gerade [ge-recht] ist, der gute Schatten [Schirm], der über meine Stadtausgebreitet ist. Daß der Starke dem Schwachen nicht schade,um Witwen und Waisen zu sichern, um das Recht des Landeszu sprechen, die Streitfragen zu entscheiden, darum habe ichmeine kostbaren Worte auf meinen Denkstein geschrieben, vormeinem Bildnisse, als des Königs der Gerechtigkeit, aufgestellt.
Für später, ewig und immerdar: Der König, der im Lande ist,soll Hie Worte der Gerechtigkeit, die ich auf meinen Gedenkstein
*) Von dritter Seite.