Band 
Erster Teil.
Seite
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5. Aus Pindars Siegesliedern.

Übersetzt von Lorenz Straub.

Preis der olympischen Festspiele.

Aus dem ersten olympischen Siegeslied.

An Wert gleichet dem Wasser nichts;

Herrlichkeiten der Menschen all’ überstrahlt das Gold,Leuchtend, wie Feuer durch finstere Nacht bricht.Willst du aber, liebes Herz,

Kampfturniere besingen,

Schau hinauf zum Sonnenball!

Größer als Olympias Festspiel findest du keines.

Also ergeht — steigt der Tag herauf —

Durch des Äthers Raum sich einsamHelios’ hehres Lichtgespann.

Angestammte Art.

Zehntes olympisches Siegeslied auf den Knaben Agesidamos aus demepizephvrisclien Lokris, der 484 zu Olympia im Kaustkampf siegte.

Tage sind, wo fördernder Windhauch not tut,

Tage, wo man himmlische Wasser ersehnt,

Wolkenkinder, Fluten des Zeus.

Aber glückgekröntes RingenFordert melodische LiederAls ein Erstling künft’gen Ruhms,

Der da glaubhaft ferner NachweltMännliche Tugend verbürgt.

Ruhm und Preis bleib’ auch den OlympiasiegernUnverkürzt, und unser lobpreisender MundSoll, so Gott will, warten des Amts.

Doch nicht immer gönnt der Gott unsBlüten des sinnenden Geistes.

Sprosse des Archestratos,

Lieber Freund Agesidamos,

Meister der kämpfenden Faust:

Dir zum Kranze des Siegs, dem güldnen Ölzweig.

Rausch’ ich die süßeste Weise,