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men und vereint die vorgeschriebenen Speisen und Gerichteessen; keiner aber durfte zu Hause für sich auf .kostbarenPolstern und Tischen speisen oder sich, nach Art gefräßigerTiere, im Finstern aus der Hand der Köche und Zuckerbäckermästen lassen, und mit den Sitten zugleich den Körper ver-derben, der dadurch leicht einen Hang zu jeder Ausschweifungund ,Völlerei bekommt und nun eines langen Schlafs, warmerBäder, vieler Kühe tad sozusagen einer täglichen Kranken-pflege bedarf. Diese gemeinschaftlichen Mahlzeiten hießenbei den Lakedämoniern Phiditien. Es kamen gewöhnlich fünf-zehn Personen zusammen, bisweilen einige mehr oder weniger.Jeder Tischgenosse trug monatlich einen Medimnos Mehl,acht Choen Wein, fünf Minen Käse, dritthalb Minen Feigenund zur Zukost ein wenig Geld bei. Außerdem schickte derje-nige, welcher ein Erstlingsopfer brachte oder auf der Jagdglücklich gewesen war, seiner Tischgesellschaft ein StückFleisch; denn wer Opferfleisch oder Wildpret gekocht hatte,durfte zu Hause essen; die andern aber mußten alle gegen-wärtig sein.
7. Spartanische Jugenderziehung.
Plutarch, Lykurg, 16 —19, 21 f. Nach Kaltwasser-Güthling und
J. G. Klaiber.
Ob ein Kind auferzogen werden sollte, hing nicht bloß vomVater ab, sondern er mußte es gleich nach der Geburt ins Ge-meindehaus bringen, wo die Ältesten seines Stammes versam-melt waren. Diese besichtigten es genau, und wenn es starkund wohl gebaut war, hießen sie ihn es aufziehen und wiesenihm eines von den neuntausend Losen an; war es hingegen schwachund mißgestaltet, so ließen sie es gleich in die sogenannteApotheta, ein tiefes Loch am Berge Taygetos, werfen, weil manglaubte, daß ein Mensch, der schon von Geburt an einen schwa-chen und gebrechlichen Körper hat, sich selbst und dem Staatezur Last fallen müsse. Die Art, wie die Kinder gepflegt wur-den, verriet ebenfalls viel Kunst und Sorgfalt. Die Ammenzogen sie, ohne Windeln zu gebrauchen, auf und gaben so demGliederbau etwas Freies und Ungezwungenes; sie gewöhntendie Kinder, mit jeder Speise vorlieb zu nehmen und nicht wäh-
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