167
liehen Schiffe faßten and an die Seite warfen. Auf jeder Seitedes Schiffes standen sechzig junge Krieger in voller Rüstungund ebenso viele sowohl bei den Masten als auch bei den Ge-schützen. In den ehernen Mastkörben waren beim ersten Mastdrei Männer, beim zweiten zwei, beim dritten ein Mann. Diesenwurden in geflochtenen Körben mittels eines Rollenzugs durchKnaben Steine und Geschosse zugeführt. Vier Anker waren ausHolz, acht aus Eisen. Das Kielwasser wurde trotz der Tiefevon einem einzigen Mann vermittelst der „Schraube“ ausge-schöpft, die Archimedes erfunden hatte. Das Schiff hieß Syra-kusia; als Hieron es aber aussandte, taufte er es um in Ale-xandris. Als Beischiffe hatte es: zuerst ein Lastschiff, das achtzigTonnen fassen konnte; die vollständige Ruderausstattung lagdarin, außerdem zahlreiche Kähne und Boote, welche vierzigTonnen faßten. Über Vergehen auf dem Schiffe saßen der Kapitän,der Steuermann und Vorschiffsoffizier zu Gericht nach den syra-kusischen Gesetzen. Die Ladung betrug über dreißigtausend Hek-toliter Getreide, zehntausend Töpfe mit sizilischem Pökelfleisch,über fünfhundert Tonnen Wolle und ebensoviel Tonnen andereWaren. Außerdem Proviant für die Bemannung und Passagiere.Als Hieron hörte, daß alle Häfen teils unfähig seien, das Schiffaufzunehmen, teils gefährlich, da beschloß er, es dem König Pto-lemäos nach Alexandria als Geschenk zu schicken; denn es wargerade Getreidemangel in Ägypten. Und so geschah’s; das Schifffuhr nach Alexandria, wo es aufs Trockene gezogen wurde.