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Erster Teil.
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an Iberern gegen neuntausend, an Reitern überhaupt nicht mehrals sechstausend Mann, wieHannibal selbst auf derSäule zuLaci-niunU) berichtet, die die Inschrift mit der Truppenzahl enthält.

12. Die Schlacht bei Cannä, 216 v. Chr.*) **)

Polybios, III, 113—117. Bearbeitet nach J. I\ C. Campe.

Sobald Gajus Terentius Varro den Oberbefehl übernommenhatte, ließ er sofort bei Sonnenaufgang das Heer aus beidenLagern zugleich ausrücken, führte die Truppen aus dem größerenLager über den Fluß***) und stellte sie hier sogleich in Schlacht-ordnung. Dann ließ er die aus dem andern Lager sich anschließenund in dieselbe Linie einrücken, indem er all© mit der Frontgen Süden richtete. Die römische Reiterei stellte er "hart amFlusse auf dem rechten Flügel auf, an diesen reihte er dasFußvolk in derselben geraden Linie; die Reiterei der Bundes-genossen stellte er auf den linken Flügel; den Leichtbewaffnetenendlich wies er vor der ganzen Schlachtlinie in einiger Entfer-nung ihren Platz an. Mit den Bundesgenossen waren gegenachtzigtausend Mann zu Fuß und etwas mehr als sechstausendReiter.

Hannibal führte um die gleiche Zeit die Balearenf) und Lanzen-träger über den Fluß und stellte sie vor die Schlachtlinie. Dannführte er die übrigen Truppen aus dem Lager und an zwei Punktenüber den Fluß und brachte sie dem Feind gegenüber in Schlacht-ordnung. Unmittelbar an den Fluß auf seinen linken Flügelstellte er die iberischen und libyschen Reiter der römischenReiterei gegenüber auf; an diese schloß sich die Hälfte derschwerbewaffneten Libyer und weiterhin die Iberer und Gallier;neben diesen stand die andere Hälfte der Libyer; auf dem rechtenFlügel erhielten die numidischen Reiter ihren Platz. Nachdemer alle in einer geraden Linie sich hatte ordnen lassen, zog erdie in der Mitte stehenden Heerhaufen der Iberer und Galliervor und ließ die andern dementsprechend sich an diese anschließen.

*) Vorgebirge am Meerbusen von Tarent, in der Nälie von Kroton.

**) Vergleiche das Kärtchen im I’utzgerschen Atlas.

***) Aufidus, der heutige Ofanto.

t) Bewohner zweier größerer Inseln an der Ostküste Spaniens,geschätzt als geschickte Schleuderer.