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Art. 8. Jedes Fahrzeug, welches vermittelst falscher Angabe dieserVerfügung zuwiderhandelt, soll weggenommen und Schiff wie Ladungkonfisziert werden, wie wenn sie englisches Eigentum wären.
36. Aus dem napoleonischen Katechismus, 1806.
Guenin et Nouaillac, Le Consulat, l’Empire et la Restauration,1800—1830, Lectures historiques, 1923, S. 144 f. Übersetzt hei Oneken, DasZeitalter der Revolution, des Kaiserreiches und der Befreiungskriege, Bd. II1886, S. 463.
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Frage: Welche Pflichten haben die Christen gegen die Fürsten,die sie regieren, und welches sind insbesondere unsere Pflichten gegenNapoleon I., unsern Kaiser? — Antwort: Die Christen schulden ihrenFürsten und insbesondere wir schulden Napoleon I., unserm Kaiser,Liebe, Gehorsam, Achtung, Treue, Kriegsdienst und Steuern, welcheaufgelegt werden zur Erhaltung und Verteidigung des Kaiserreichs undseines Throns. Ferner schulden wir ihm heiße Gebete für sein Wohlsowie für das zeitliche und ewige Heil des Staates.
Frage: Warum haben wir alle diese Pflichten gegen den Kaiser?— Antwort: Erstens, weil Gott, welcher die Reiche schafft und nachseinem Wohlgefallen verteilt, unsern Kaiser in Krieg und Frieden mitseinen Gaben überschüttet hat, ihn zum Herrscher über uns gesetzt undzum Diener seiner Macht und zu seinem Ebenbild auf Erden gemachthat. Unsern Kaiser ehren und ihm dienen heißt also so viel, wie Gottselber ehren und dienen. Zweitens, weil Jesus Christus, unser Herr,selber sowohl durch Lehre als Beispiel uns gezeigt hat, was wir un-serm Herrscher schuldig sind: er wurde geboren im Gehorsam gegen dasGebot des Kaisers Augustus; er hat die vorgeschriebene Steuer erlegt,und als er gebot, Gott zu geben, was Gottes ist, gebot er zu gleicherZeit, auch dem Kaiser zu geben, was des Kaisers ist.
Frage: Liegen nicht besondere Gründe vor, welche uns nochstärker an Napoleon I., unsern Kaiser, knüpfen? — Antwort: Ja!denn er ist’s, welchen Gott unter schwierigen Umständen erweckt hat,um den öffentlichen Gottesdienst und die heilige Religion unserer Väterwiederaufzurichten und ihr Schirmherr zu sein L Er hat durch seinetiefe und tatkräftige Weisheit die öffentliche Ordnung wiederhergestelltund aufrechterhalten; er verteidigt mit mächtigem Arm den Staat;durch die Weihe, die er vom Papst, dem Oberhaupt der ganzen Kirche,empfangen hat, ist er der Gesalbte des Herrn geworden.
Frage: Was ist von denen zu halten, die ihre Pflicht gegen un-sern Kaiser nicht erfüllen? — Antwort: Nach dem Worte des heiligenApostels Paulus widersetzen sie sich der von Gott selber eingeführtenOrdnung und machen sich der ewigen Verdammnis würdig.
1 Hinweis auf das Konkordat von 1801.