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löschte das Feuer vollends aus. Der Kaiser blieb ganz ruhig und be-trachtete sinnend die Kugel; das Feuer wurde nun nicht wieder an-gezündet. In dem Augenblick, da diese beiden Granaten einsehlugen,stand auch der König von Neapel in der Nähe des Kaisers. DasKanonenfeuer wurde nun schwächer, und die Wachtfeuer erhoben sichan allen Orten zu Tausenden. Gegen halb sieben Uhr, in der größtenDunkelheit, verließ der Kaiser das Schlachtfeld und ging nach Leipzigin das Hotel de I'russe. Nach sieben Uhr kamen schon Tausende aufder Retirade von Probstheida her. Da die Grimmaische Straße von ein-kehrenden Wagen und Mannschaften dicht gedrängt war, so führte Gablerden Kaiser an dem Spitalteiche vorüber auf die Johannisgasse, die sieauch ohne ein Hindernis passierten, in das genannte Hotel, wo GablersPferd mit dem des Kaisers eingezogen wurde. Vor dem Hotel biwa-kierten die Garden; Gabler ist hier unter den Soldaten geblieben. Erwurde auf Befehl des Kaisers bewacht, damit er ihm nicht entrinnenkönne. Der Kaiser hatte ihm besondere Aufmerksamkeit geschenkt undihm sogar noch von Frankfurt aus seinen Lohn für den letzten Tag, den20. Oktober (täglich bekam Gabler einen Louisdor), wo er sich in AVeißen-fels entfernt hatte, hereingeschickt. Ein kräftiger Beweis, daß Napoleongeleistete Dienste nicht vergaß, und unter welchen Umständen hatte erseines Führers in den Schlachttagen noch gedacht!! —
Dienstags, am 19. Oktober, blieb der Kaiser im Hotel de Prussefrüh bis gegen neun Uhr, von wo aus er in die Stadt auf den Marktritt, am Thomäschen Hause abstieg und den König von Sachsen besuchte,mit dem er sich beinahe eine Stunde in der Erkerstube unterhielt. . .Die Alliierten drängten sehr zur Stadt herein, und die Kanonenkugelnschlugen in der Bürgerschule ein. . . . Das Gedränge der fliehenden Armeewar so groß, daß der Kaiser nicht durchkonnte und dem Gedränge oftlange zusehen mußte und manchmal wohl zwanzig Minuten hielt. . .Nun ritt der Kaiser nach Lindenau und zuerst nach der Sternschanze.. . . Die Armee mußte haltmachen. Die Infanterie stellte die Flinten inPyramiden auf, die Kavallerie mußte absitzen. Nach Leutzsch und nachKleinzschocher zu gingen Kavalleriepatrouillen. Von da ritt der Kaiserin die Lindenauer Mühle. . . . Nun ging es nach Markranstädt zu, undder Kaiser ging mit der Armee. In der. Lindenauer Mühle erfuhrendie Franzosen und wahrscheinlich auch der Kaiser den Tod des FürstenPoniatowski. Im Rautenkranze zu Markranstädt blieb der Kaiser bisMittwoch, den 20., früh ein Uhr. In aller Stille wurde aufgebrochen.Die Kanonen und Wagen gingen dann mit dem Kaiser durch Lützen; vonMarkranstädt ans fuhr der Kaiser bis Rippach... . Hier gegen acht Uhr frühangekommen, blieb der Kaiser ungefähr drei Stunden, bis Nachrichtenwegen des Übergangspunktes in Kosen ankamen. Und da er erfuhr,daß Kosen schon besetzt war, ging er in Weißenfels über die Saalenach Freiburg zu, wo er die Nacht über vom 20. bis 21. in Markkreh-litz in einem Weinbergswinzerhäuschen blieb.
In Weißenfels trennte sich Gabler mit mehreren Polen, zwei säch-sischen Kürassieroffizieren und anderen von der Suite, indem sie sichvon der Post aus heimlich entfernten und sich im Saaletal verhielten,