Band 
Vierter Teil.
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heimlichen. Sie erklären es offen, daß ihre Zwecke nur erreicht werdenkönnen durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschafts-ordnung. Mögen die herrschenden Klassen vor einer kommunistischenRevolution zittern. Die Proletarier haben nichts in ihr zu verlierenals ihre Ketten. Sie haben eine Welt zu gewinnen. Proletarier allerLänder, vereinigt Euch!

80. Erlebnisse während der Pariser Februarrevolution, 1848.

D. Jacques Schiatter, Pariser Erlebnisse aus der Februarrevolution,1818. Separatabdruck aus dem „Hausfreund“, 1886, S. 3 ff. Gekürzt.

Der Verfasser, ein Schweizer Uhrmacher, der sich seit 1846 in Paris auf-gehalten hatte, erlebte die Februarrevolution als Augenzeuge. Einige Wochenhernach kehrte er in die Heimat zurück. In Zürich war er später in seinemBerufe tätig.

*

Es war um neun Uhr am Morgen des 22. Februar 1848, als dieGerüchte über die Unruhen bei der Kirche La Madeleine infolge dessogenannten Reformbankettes, welches die Beteiligten, entgegen demVerbote des Ministers der auswärtigen Angelegenheiten (Guizot), aufdiesen Tag abzuhalten beschlossen, immer ernster sich gestalteten. Schonlange war es bekannt, dali das Bankett an dem bestimmten Tag ab-gehalten werden sollte, .und in alten Kreisen der Bevölkerung bildetendas Tagesgespräch die Eventualitäten, welche das Ereignis nach sichziehen könnte.

Ich war erst seit dem Splitherbst 1846, nach der Revolution vonGenf, von dort nach Paris gekommen und erlaubte mir trotzdem gegenmeine nächste Umgebung die Meinung zu äußern, daß ich auf diesenTag sehr ernste Unruhen, wo nicht Revolution, vorsehe. Ich mußte esgeschehen lassen, daß man meine Befürchtungen verlachte. Die Polizei(Garde mnnicipale) hatte die Aufgabe, die Abhaltung der Zusammenkunftzn verhindern und die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten, was, wiees in solchen Fällen zu geschehen pflegt, erst zu gelingen schien, alsdie berittene Munizipalgarde rücksichtslos gegen Teilnehmer und harm-lose Zuschauer einzuschreiten begann. Alles, was sich am Orte der Tatbegab, wurde sofort weitererzählt, so daß ich nun den Zeitpunkt ge-kommen sah, das mögliche zur Abwendung von etwaigen Nachteilen zu-gunsten meiner Herren Prinzipale aufzubieten. Obgleich sämtliche Ge-schäftslokale dem Verkehr noch oft'enstanden und niemand daran dachte,das Magazin zu schließen, so bedeutete ich dennoch dem Bedienten inAbwesenheit der Geschäftsinhaber, daß er sofort das ganze Lokal zuschließen habe, was auch vollzogen wurde trotz dem großen Aufsehen,welches diese Maßregel in der nächsten Umgebung erregte.

Kaum war dies geschehen, so wälzte sich eine große Volksmasse daher,machte dicht bei unserm Geschäftslokale (Eckhaus, Rue d’Alger-Saint-Honore) halt und improvisierte sofort eine Barrikade, wahrscheinlich dieerste, welche an diesem Morgen erstellt wurde. Der nächste daherfahrende