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den Adern der ganzen Nation fließt. Es wäre darum kein Hindernisirgendwelcher Art zu befürchten, das den Fortgang der vorgeschlagenenUnternehmung stören könnte. Die Schwierigkeit liegt nicht da, son-dern es handelt sich nur .darum, ein solches Werk auf ernsthafte Weisevorzubereiten und zu sehen, wie man diese Gesellschaften zusammen-setzen könnte.
Wenn die furchtbaren Zerstörungsmittel, über die die Völker indiesem Augenblicke verfügen, auch für die Zukunft die Dauer der Kriegeverringern, so scheint uns doch, daß die Schlachten dadurch auch um somörderischer werden, und können in einem Jahrhundert, in dem das Un-erwartete eine so große Rolle spielt, nicht von der einen oder andernSeite auf die plötzlichste und unerwartetste Weise Kriege entstehen ?Liegt nicht in dieser Überzeugung allein Grund genug, um sich nichtüberraschen zu lassen?
94. Die «Tausend von Marsala», Mai 1860.
Giuseppe Garibaldi, Memorie, hg. von Ernesto Nathan, 1907,S. 301 ff. Nach der Bearbeitung von Walter Friedensburg', Die MemoirenGiuseppe Garibaldis, ein Auszug aus seinen Tagebüchern, 1909, S. 241 ff. Gekürzt.
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Sizilien! Dir, Land der Wunder und wunderbarer Menschen, demich die wohlverdiente Liebe eines Sohnes entgegenbringe, widme ich dieseersten Worte in meiner Erzählung einer glorreichen Epoche. . . .
Österreich ist mächtig, seine Heere sind zahlreich und seine furcht-baren Nachbarn sind aus erbärmlichen dynastischen Rücksichten derWiedererstehung Italiens zuwider. Der Bourbon 1 hat 100 000 Soldaten.Aber was tut’s V Die Herzen von 25 Millionen schlagen stürmisch ausLiebe zum Vaterlande, und Sizilien, das sie alle an sich zieht, hatdie Sklaverei nicht mehr ertragen wollen und der Tyrannei den Hand-schuh ins Gesicht geschleudert. Es fordert sie allerorten heraus, esbekämpft sie zwischen den Mauern der Klöster und auf den Gipfelnseiner erloschenen Vulkane. Allein ihrer sind wenige, und die Schlacht-reihen des Gewaltherrn sind zahlreich, — die Patrioten werden zerschmet-tert, aus der Hauptstadt verjagt und gezwungen, in den Bergen ihreZuflucht zu suchen. Aber sind nicht die Berge die Herberge und dasHeiligtum der Freiheit der Völker? Die Amerikaner, die Schweizer, dieGriechen hielten die Berge besetzt, als sie von den wohlgeordnetenKohorten der Gewaltherren überwunden waren. «Die Freiheit läßt die,die sie erstreben, nicht im Stich.» Das bewiesen auch jene stolzen Insel-bewohner, da sie, aus den Städten verjagt, das heilige Feuer auf denBergen brennend erhielten. Mühen, Strapazen, Entbehrungen, was könnensie denen anhaben, die für die heilige Sache des eigenen Landes undder Menschheit streiten?
1 König Franz II., 1859—1861.