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dessen ihre Pflicht als Bürger erfüllt haben; 2. Einberufung der Ver-treter des ganzen Volkes zur Prüfung der besten Formen des sozialenund politischen Lebens, nach Wunsch und Bedürfnis des Volkes.
Wir halten es fortwährend für nötig zu bemerken, daß eine Legali-sierung der Macht vermittelst der Volksvertretung nur dann erreicht werdenkann, wenn die Wahlen vollkommen frei sind. Die Wahlen sollten daherunter folgenden Bedingungen stattfinden: 1. Die Abgeordneten werdenaus allen sozialen Klassen und Ständen ohne Unterschied, und zwar imVerhältnis zur Einwohnerzahl, einberufen werden. 2. Wählern und Abge-ordneten werden keinerlei Beschränkungen auferlegt werden. 3. Wahlenund Wahlagitationen werden vollständig frei sein. Deshalb wird die Re-gierung bis zum erfolgten Zusammentritt der Volksstände als zeitweiligeNormen folgende Zugeständnisse machen: a) Vollständige Freiheit derRede, b) der Presse, c) der Versammlungen, d) der Wahlprogramme.
Das ist das einzige Mittel, um Rußland auf den Weg einer fried-lichen und regelmäßigen Entwicklung zu führen. Wir erklären feierlichvor dem Vaterlande und der ganzen Welt, daß unsere Partei sich be-dingungslos der Nationalversammlung unterwerfen wird, wenn diese aufGrund vorerwähnter Bedingungen zusammengetreten ist, und daß sienicht erlauben wird, der Regierung, welche von der Nationalversamm-lung sanktioniert sein wird, Opposition zu machen.
Und jetzt, Majestät, entscheiden Sie sich. Die Wahl hängt vonIhnen ab. Wir unserseits können nur den heißen Wunsch hegen, daßIhr Geist und Ihr Gewissen Ihnen die’ einzige Entscheidung eingeben,welche mit Rußlands Wohl, mit Ihrer Würde und Ihren Pflichten gegendas Vaterland im Einklang steht.
B. Aus dem Manifest Zar Alexanders III. vom 11. Mai.
H. Schultheis, Europäischer Geschichtskalender, Jahrg. XXII (1881),1882, S. 509 f,
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Indem Unser in Gott ruhender Vater die selbstherrscherliche Gewaltzum Wohle des ihm anvertrauten Volkes von Gott empfing, blieb er biszu seinem Tode seinem Eide getreu und besiegelte durch sein Blut seingroßes Wirken. . . . Der durch verworfene Ungeheuer verübte gemeineund verruchte Mord des russischen Herrschers inmitten seines treuenVolkes, das stets bereit ist, für ihn sein Leben hinzugeben, ist eingrauenhaftes, schmachvolles, in Rußland unerhörtes Ereignis, das Unserganzes Land in Trauer und Entsetzen hüllte. In Unserer großen Be-trübnis befiehlt Uns Gottes Stimme, die Zügel der Regierung festzu-halten in der Zuversicht auf die göttliche Vorsehung und in dem Glaubenan die Kraft und die Wahrheit der selbstherrscherlichen Gewalt, die 'Wirberufen sind zu befestigen und zu bewahren vor jeder Anfechtung, zumWohle des Volkes.... Indem 'Wir Uns Unserer großen Aufgabe weihen, rufenWir alle Unsere getreuen Untertanen auf, Uns und dem Staate in Treueund Wahrheit zu dienen zur Ausrottung der nichtswürdigen aufrühreri-schen Bestrebungen, die die russische Erde mit Schande bedecken. . . .