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Die Völkerwanderung.
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Godegisel (Gottes Geißel) zub mannt, seine hölzerne Hofstadt an der Theiß irrPannonien (Ungarn), um das weströmische Reich mit der Schärfe des Schwer-tes zu erobern. Mehr als eine halbe Million rauher Krieger, teils Hunnen,teils unterjochte oder verbündete Germanen, zogen über Österreich, Bayern,Allemannien an den Rhein, wo sie das burgundische Köuigshaus in Wormsvernichteten (Nibelungenlied), die römischen Städte zerstörten und dannMord und Verwüstung nach Gallien trugen. Da gelang es dem tapfernAMms, mit einem aus Römern, Burgundern, Westgothenund Frankenbestehenden Heer durch die mörderische Völkerschlacht in der brerten catalau-nischen Ebene (Chalons an der Marne) dem erobernden Siegeslauf Attrlasein Ziel zu setzen. 162 000 Leichen, darunter der tapfere König der Westgothen,deckten das Schlachtfeld, und der lang erhaltene Volksglaube , daß die Geisterder Erschlagenen, unversöhnt durch den Tod, noch in den Lüften fortgekämpft,zeugt von der Kampswut der Streiter. Hinter seiner Wagenburg trotzte derHunne den anstürmenden Feinden und zog dann nach Pannonien zurück, umim folgenden Jahr in Oberitalien einzubrechen. Aquileja wurde zerstört,Mailand, Pavia, Verona, Padua erstürmt, das fruchtbare Land am Poverwüstet. Die unglücklichen Einwohner von Aquileja suchten Schutz auf denFelsen- und Sandinseln der Lagunen und legten den Grund zu Venedig.Schon rückte Attila auf Rom los, als es den Bitten des römischen BischofsLeo I. gelang, ihn zu einem Friedensschluß mit Valentinian und zum Rückzugzu bewegen. Das Gefühl der Freude und Dankbarkeit bei der unerwartetenRettung war so mächtig, daß der fromme Glaube den Abzug des „Verwüstersvon Italien" der himmlischen Erscheinung des Apostels Petrus zuschrieb,"welcher seinem Nachfolger mit drohendem Schwert zur Seite gestanden. Baldnach seiner Rückkehr starb der große Erobern plötzlich in seinem pannonischenStandlager, entweder an den Folgen einer zerborstenen Ader oder durch tueRachethat seiner burgundischen Braut, mit welcher er am Abend zuvor seinglänzendes Beilaqer gefeiert. Sein Tod hemmte die Entwickelung des Hunnen-rerchs. Nach schweren Kämpfen erlangten die Ostgothen, Gepiden, Lango-barden ihre Unabhängigkeit, indes'die Trümmer der nomadischen Hunnenstch m den weidenreichen Steppen Südrußlands verloren. Spurlos ging dasgroße Reich unter, aber Attilas Name klang in Lied und Sage durch alleZeiten fort.
4. Untergang des weströmischen Ueichs (476).
8-181. Rasch ging nunmehr die römische Herrschaft ihrem Ende zu.Valentlnian tötete mrt erzener Hand den tapfern Mtius, tue letzte Säule desRerchs, aus Furcht vor der Größe des Mannes und aus Arger über fernen
Frermut. Aber bald darauf verlor der wollüstige Kaiser selbst das Leben auf
Anstrsten des,Petrvnius Marimus» dessen Gemahlin er verfuhrt hatte. Alssv einst den Übungen seiner Truppen auf dem Marsfelde rn Rom zuschaute,wurde er von zwei Verschworenen vor den Augen des Volkes ermordet. Pc-tronius. zu Valentinians Nachfolger erhoben, strebte nach der Hand der kaiser-lichen Wrttwe Eudoxia. Diese aber, im stolzen Gefühle rhrer hohen Geburt,verabscheute den Ehebund mit einem Manne, den sie als den Urheber der Er-mordung ihres Gatten erkannte, und beschloß, wie es heißt, die WandalenZum Werkzeug ihrer Rache herbeizurufen. Geiserich landete in Ostia, eroberteRom und verhängte eine vierzehntägige Plünderung über die Stadt, derenKunstwerke unbarmherzig verstümmelt wurden (Vandalismus). Beladenmit Beute und Gefangenen, darunter die Kaiserin und ihre beiden Töchter,kehrten die Wandalen nach Afrikas Küsten zurück und trieben ihr seeräuberisches
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