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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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Die französische Revolution.

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Rcdnertalent und hoher Bürgertugend, wieVergniaud. Lanjuinais, Bar-daroux, Brissot, Condorcet u. a. m. Die Girondisten bildeten die Mehr-zahl, daher auch das Ministerium, aus Roland, Dumouriez u. a. be-stehend, dieser Partei angehörte. Die Aufmerksamkeit der Regierung undder Versammlung war besonders auf die eidweigernden Priester uno dieEmigranten gerichtet. Beide waren bemüht, dre neue Ordnung der Dingeumzustürzen, jene, indem sie bei dem französischen Volke Haß und Unzufrieden-heit erregten, diese, indem sie von Koblenz aus Kriegsrüstungen betrieben unddre auswärtigen Mächte zu einem bewaffneten Einzug in Frankreich zubewegensuchten. Die'Versammlung faßte daher den Beschluß, die unbeeidigten Priesterm Untersuchung und Haft zu nehmen, die Emigranten für Hochverräter undVerschwörer zu erklären, sie auch mit Verlust ihrer Güter und Einkünfte zubestrafen. Gegen beide Beschlüsse legte der König Einsprache (Veto) ein undverhinderte deren Ausführung. Diese Weigerung schrieb man den geheimenHoffnungen des Hofes auf die Hilfe der fremden Mächte und die Siege derEmigranten zu, daher die Stimmung des Volkes immer feindseliger wurde.

Wußte man doch, daß die Königin mit dem deutschen Kaiser, ihrem Bruder,

M Verbindung stand, und in dem ausgewanderten Adel ihre Stütze und ihrHeil sah. Auch war es nicht mehr zweifelhaft, daß der Krieg mit nächstem aus-vrechen würde, da der Kaiser Leopold und der König Friedrich Wilhelm II. vonPreußen, nach einer Unterredung im Schlosse Pillnitz bei Dresden (August^791), Rüstungen machten und an die französische Regierung die Forderungstellten, nicht bloß alle durch die Aufhebung der Zehnten und Feudallasten zuSchaden gekommenen deutschen Fürsten und Edelleute gebührend zu entschä-vrgen, und dem Papste die entrissene Landschaft Avignon zurückzugeben, son-dern auch die Verfassung so einzurichten, wie sie der König selbst im Juni 1789entworfen. Auf oiese Forderungen erfolgte von feiten der französischen Regie-rung die Kriegserklärung an Österreich und Preußen, zu welcher der KönigUnt Thränen seine Einwilligung gab. Um nun die Hauptstadt und die Natio-nalversammlung gegen jeden Angriff zu schützen, beschloß man, unter dem Vor-hände der Wiederbegehung des Bastillenfestes, 20000 Nationalgarden (Föde-rierte) aus den südlichen Provinzen zu berufen und ihnen die Beschützung vonParis zu übertragen. Aber auch diesem Beschluß versagte Ludwig die Be-stätigung. Da legten die Girondistenminister ihre Stellen nieder, nachdemMau Roland in einem Briefe, der sich bald in aller Händen befand, demKönig Vorwürfe gemacht und Verweise gegeben. Diese Vorgänge steigerten dieAufregung dermaßen, daß es den Republikanern leicht ward, ernen Volksauf- 2 o.Jumstand zu veranlassen. Am 20. Juni, dem Jahrestage der Ballhaussitzung, zog "vie furchtbare, mit Piken bewaffnete Bevölkerung der Vorstädte unter der Lertungbes Brauers Santerre und des Fleischers Legendre in die Tuilerien, um

König zu zwingen, die Dekrete gegen die unbeeidigten Priester und für dieVerufung der Föderierten zu bestätigen. Auch hier blieb Ludwig standhaft. ErKotzte mehrere Stunden lang allen Gefahren und Drohungen und ertrug denHohn des Pöbels, der ihm sogar die Jakobinermütze aufsetzte und aus einerMasche zu trinken gab, mit dem Mute eines Märtyrers. Die etwas ver-spätete Ankunft Pstrons mit der Bürgergarde befreite ihn endlich aus der ent-seuchen Lage.

8- 481. Diese Vorgänge waren das Vorspiel zu dem verhängnisvollensehnten August. Der Kneg war bereits ausgebrochen, zum großen Jubel derrseußischm Offiziere, die von demmilitärischen Spaziergang", wie sie denuanzöfischm Feldzug ansahen, sich leichte Mühe und große Ehre versprachen.

Preußen rückten unter der Führung des aus dem siebenjährigen Kriege

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