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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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Zeitalter der Revolutionen und Restaurationen. tz. 529. 536. .

io.März.hatte. Der Orden des eisernen Kreuzes, gestiftet am Geburtstage der25. März Königin Luise, war den Tapfern ein Sporn; und der Aufruf von Ka lisch,dn ^e Rechte, die Freiheit und Unabhängigkeit aller Völker und Staaten rnAussicht stellte, füllte alle vaterlandsliebenden und freiheitbegeisterten Männermit schönen Hoffnungen.

Z. 529. Die verbündeten Monarchen suchten den König von Sachsenzum Veitritt zu bewegen. Aber Friedrich August widerstand der Auffor-derung. Dankbarkeit für so manche Beweise von Gunst und Vertrauen, dieihm Napoleon gegeben, und Furcht vor dem Zorn des Gewaltigen hielten ihnam Bunde mit dem französischen Kaiser fest. Er stellte seinem großen „Alliier-ten" sein Land, seine Festungen und seine Truppen zur Verfügung. Darumwurde auch Sachsen der Schauplatz des Kriegs. — In den ersten Schlachtenbei Lützen (oder Groß-Görschen) und beiBautzen behaupteten zwarisis!" die Franzosen das Schlachtfeld und drängten ihre Gegner bis zur Oder zurück,aber der Heldenmut der jungen deutschen Streiter; die ihre Brust kühn demKugelregen entgegen trugen, bewies dem Feinde, daß ein anderer Geist, als dener bei Jena kennen gelernt, über die Preußen gekommen. Bei Lützen empfingS ch arnh o.rst die Todeswunde. Seine letzten Kräfte benutzte er noch zu einer, Reise, um Österreichs Beitritt zu bewirken. Da ereilte den Ermatteten undKranken der Tod in Prag. — Unter den Tausenden, welche in den beidenSchlachten die Wahlstatt deckten, befanden sich Bessi 5 res und Duroc. Der >Tod des letztern, den Napoleon wegen seiner Liebenswürdigkeit, Treue und Am >hänglichkeit vor allen liebte und schätzte, ging dem französischen Kaiser sehr nahe- IZum erstenmal schien eine dunkle Ahnungüber die Wechselsälle des Lebens seineBrust zu beschleichen. Allein Stolz und Übermut rissen ihn fort. Umsonst be-iL. Juii.bemühte sich Österreich während einer kurzen Waffenruhe auf dem Kon- !gresse zu Prag durch den Fürsten von Metternich einen Frieden zu ver-mitteln; trotzig verweigerte Napoleon jede Abtretung der eroberten Länder-12 . Aug. Dies hatte die Kündigung des Waffenstillstands und Österreichs Kriegs-erklärung an Frankreich zur Folge. Zwar fesselte Napoleon in derAugust SchlachtbeiDresdendas Kriegsglück noch einmal an seine Adler und er-lebte den Triumph, seinen Gegner Moreau, den Alexander unter BernadottesVermittelung aus Amerika herbeigerufen, tödlich verwundet wegtragen zu sehen;aber die Früchte des Dresdener Sieges wurden zerstört: 1) durch Blüchers28 . Aug. gleichzeitigen Kampf an d er Katzbach (Wahlstatt) in Schlesien Wider Mac-donald, einen Kamps, der dem „Marschall Vorwärts" den Titel einesFürsten von der Wahlstatt verschaffte; 2) durch die Umzingelung undGefangcnnehmung des französischen Generals Vandammemit seiner ganzenW- M. Armee in der heißen Schlachtvon Kttlm, eine Katastrophe, die durch Kleists' kühnen Zug über die Nollendorfer Höhen und durch den standhaftenMut der russischen Garden unter Ostermann herbeigeführt ward; 3) durch2 g. Aug. die glänzenden Waffenthaten des preußisch-schwedischen Heeres unter Bülow«. Sept. bei Groß-Beeren und Denn ewitz, welche die Einnahme Berlins durchdie Marschälle Oudinot und Ney verhinderten; 4) durch das Treffen bei27. Aug. Hagelb erg, wo die kurmärkischen Landwehrmänner die feindliche Heerabttt-lung mit Bajonetten und Kolbenschlägen niedermachten. Einige Wochen nach-her erfolgte die Vereinigung des schlesischen Heeres mit. der Nordarmee, nach-Okt Dort im Angesicht des Feindes den kühnen Übergang über die Elbe

i8is. erzwungen und den glorreichen SiegbeiWartenburg davongetragen hatte-8- 530. Im Herbst war der Ausgang des großen Kampfes kaum mEzweifelhaft; die Fürsten des Rheinbundes fielen allmählich von Napoleon avund traten auf die Seite der Verbündeten. So Bayern, das mit Österreichs-On. den Vertrag von Ried schloß. Im Oktober zogen sich die Heere in der