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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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Zeitalter der Revolutionen und Restaurationen. 8- 550.

einem bestimmten Einkommen (Census) abhängig gemacht wurde. War ein , Sieg des liberalen Mittelstandes über die Aristokratie. Bald nachher kamNE auch die Sklavenbesreiung zustande, woran Wilbersorce, Buxtonund andere Philanthropen viele Jahre gearbeitet. Mit großen Entschädigungs-kosten für die Pflanzer setzte England in seinen Kolonieen die Sklaven in Frei-heit und suchte seitdem aus allen Kräften auch andere Nationen zu ähnlichen, Schritten zu bewegen und den Sklavenhandel gänzlich zu unterdrücken-Nach Wilhelm IV. erlangte seine Nichte Viktoria, seit dem 10. Februar 1840Er. mit Prinz Albert von Koburg vermählt, die Krone Englands. Unter ihrerRegierung suchte der große Staatsmann Sir Robert Peel durch Ermäßigungder Zölle dem Handel einen neuen Schwung zu geben. Seitdem istfreierHandel" die Losung des Tages. ' '

Irland. tz. 550. 3) Irland ist bis zur Stunde das Wunde Glied im englischen !Staatskörper. Die Mißhandlungen früherer Geschlechter haben zwischen EE !land und Irland eine Kluft erzeugt, welche die Vereinigung der beiden durchNatur. Religion und Einrichtungen verschiedenen Völker nie vollkommen wer-den ließ. Zwei Dinge, durch ein altes Unrecht erzeugt, erregten besonders denHaß der leidenschaftlichen Jrländer, die harte Behandlung des armenLandvolks durch ihre adeligen, aus England stammenden Grundherren,und die unnatürlichen Zustände der Kirche, da anglikanische Geistlicheim Besitz alles irischen Kirchenvermögens waren, indes das katholische, in Ar-mut lebende Volk seine unbezahlten Priester von seiner Notdurft erhalten mußte-Die Klagen der Jrländer blieben unerhört, versuchte Ausstände wurden nieder-es». geschlagen und vermehrten den Druck. Erst als durch die Emanzipationsakteden katholischen Jrländern der Zutritt ins englische Parlament gewährt wurde,erhielt das irische Volk Gelegenheit, aus Abstellung der Mißbrauche zu dringen-Daniel O'Conncll, der nunmehr mit einemSchweif" von mehr als vierzig !gleichgesinnten Jrländern ins Parlament einzog, drohte mit dem Widerrufder Union (Rep eal), wenn mcht den gerechten Forderungen des irischen Volks ,Rechnung getragen würde. Die zunehmende Verarmung, die bei mangelhafterKartoffelernte Hungerseuchen zur Folge hatte, verlangte dringend Abhilfe derherrschenden Mißstände. Bei der Reizbarkeit und beweglichen Natur der Jr-länder fiel es dem großen Volksmann, Redner und Demagogen O'Conncll nichtschwer, das Land in stäter Gärung zu halten und durch das LosungswortRep eal" die ganze Kraft des Volks nach einem Ziel zu lenken. Aller Ortenund Enden bildeten sich Repeal-Vereine mit Bundeskassen zur Förderungder Zwecke O'Connells; die katholische Geistlichkeit, die über das unwissendeVolk eine unbedingte Herrschaft übte, stand in O'Connells Dienst; sein Wortgebot über Irland. Aufhebung des an die anglikanische Geistlichkeitin Irland zu entrichtenden Zehnten war die Hauptforderung der Jrlän-der. Als ihre Anträge im englischen Parlament nicht durchgingen, weigerten .die Pächter die Zehnten und hinderten die Pfändung; und als die EngländerGewalt anwendeten, setzten sie ihnen Gewalt entgegen. Scharen bewaffneterBanden durchzogen das Land, ihren Weg mit Blut und Brand bezeichnend-Diese Zustände mahnten die Regierung dringend, demrevolutionären aus-gehungerten Irland, dem Lande der Leidenschaften und des Elends", die größteSorgfalt zuzuwenden. Durch die irische Zwangsbill wurde der Kriegs-stand über die Insel verhängt, um durch Furcht die Ordnung zu erhalten, uno

durch die irische Kirchenbrll mit der sogenannten Appropriationsklauselsuchte man die kirchlichen Abgaben der Pächter abzuschaffen oder zu ermäßigenund einen Teil des Kirchenguts für nichtkirchliche Zwecke, namentlich für He-bung des öffentlichen Unterrichts, zu verwenden. Dieses Vorhaben erfuhr aber