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Weltgeschichte in übersichtlicher Darstellung / Georg Weber
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463
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598.

Die Gründung des Königreichs Italien.

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solgte die Schlacht von Magenta, in welcher, da auf feiten der Österreicher 'Ade einheitliche Führung fehlte, die Franzofen den Sieg davon trugen. DieAWferkeit, womit die österreichischen Soldaten vorgingen, erregte sogar die"Bewunderung der Sieger, obwohl das Heer durch die gewissenlosesten Unter-Meife und Betrügereien der Lieferanten den bittersten Mangel litt. Die Lom-bardei war der Preis des Sieges bei Magenta. Gyulai, unfähig die zerstreu-E" Truppenkorps um sich zu sammeln und einen neuen Kampf zu wagen, gabalsbald Befehl zum allgemeinen Rückzug. In fluchtähnlicher Eile wurde Mai-wnd geräumt, so daß schon am 8. Juni Napoleon an der Seite Viktor Ema-«uels unter dem Jubel des Volkes in die Stadt einzog, während die öster-^Mscherr Truppen ihren Rückzug ohne Unterbrechung fortsetzten und erst amAslncio eine neue Stellung nahmen, wo sie durch das Festungsviereck (Pes->Mra, Mantua, Verona, Legnago) gedeckt waren.

. . 8- 598. Solferinv. Diese Unfälle Österreichs führten auch den Sturznoerer Regierungen herbei. Schon im April war Großherzog Leopold von^oskana durch einen allgemeinen Abfall von Heer und Beamten in die Not-Mudigkeit versetzt worden, Florenz zu verlassen und sich unter den SchutzÖsterreichs zu stellen, worauf eine provisorische Regierung unter dem Protek-wrat Viktor Emanuels eingesetzt wurde. Nach der Schlacht von Magenta ver-"eß auch die Herzogin Luise von Parma mit ihrem minderjährigen SohneiMdert ihr Land und wandte sich nach der Schweiz, und wenige Tage nachherMte der Herzog von Modena Schutz im österreichischen Lager jenseit desMmcio. Überall wurde die italienische Fahne aufgepflanzt und der AnschlußSardinien verlangt. — Während dieser Vorgänge herrschte in Deutschlanduwtze Aufregung. Österreich bemühte sich, Preußen und die deutschen Bundes-rJ^ungen zur Teilnahme an dem Kriege zu bewegen und die Befchützung desti,,, Zwischen Reichs als eine deutsche Sache, als eine Pflicht der Selbsterhal-o "5 darzustellen. Denn der Krieg, der jetzt am Po geführt würde, könnte baldW Rhein verlegt werden. Eine Zeitlang hatte es den Anschein, als ob diel-,?Ache Meinung, die sich besonders in Bayern und in ganz Süddeutschlandfür Anschluß an Österreich aussprach, die Regierungen fortreißen würde:FMrrden Kriegsrüstungen gemacht; man verstärkte die Besatzungstruppen^Festungen; Preußen stellte nach und nach sein ganzes Heer auf den Kriegs-t^ber mancherlei Umstände vereinigten sich, die kriegerische BegeisterungKampflust zu dämpfen. Rußland, auf Österreich weben seiner Haltung imnk, - *ieg erzürnt, suchte die Deutschen von einer Einmischung in den Kampfzuhalten-, England erklärte, daß es im Fall einer Teilnahme des BundesH Kriege die deutschen Handelsschiffe nicht schützen werde; die liberale2 ,,,, er zeigte wenig Neigung, eine Macht zu stützen, die ihren Sieg nur be-nUen würde, den Absolutismus und das Regiment der Klerikalen und derw,,Ä^r des Rückschritts zu stärken. Bei den deutschen Bundesregierungenurden die kriegerischen Anwandlungen bald gestillt, als an gar manchen^ kläglicher Zustand im Heerwesen zutage trat. Auch am Berlinergedachte man noch mit Groll der Tage von Olmütz und zeigte keine Lust,uns r. - Teilnahme an einer fremden Sache den Krieg an den Rhein zu ziehen2/lgene Land in Not und Gefahr zu stürzen, um einem Staate beizu-mit Neid und Eifersucht gegen Preußen erfüllt war. Dieunö Kriegsbereitschaft hatte daher nur den Zweck, das eigene KönigreichrM-e ^ deutsche Bundesgebiet zu schützen und für mögliche Wendungen ge-dann«die bisherige Politik „der freien Hand" zu verlassen, zumalsievt" Frankreich aus die Versicherung gegeben wurde, der Krieg würde „lokali-r , d. h. auf Italien beschränkt bleiben. Als man sich in Österreich über-