3. Familie: Narzissen.
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bietet Bild 178. Jede Blüte hängt einzeln nickend an einem Stielchen,das von einer Scheide umschlossen ist. (Schutz des Blütenstaubes gegenNässe.) Weil nur 1 Blüte vorhanden ist, bleibt diese sehr lange frisch undoffen. Der sie tragende zusammengedrückte Schaft entspringt auseiner kleinen Zwiebel, an deren unterer Scheibe faserige Neben-wurzeln hervorsprossen. Diese Zwiebel befand sich ursprünglich in derBlattachsel einer alten Zwiebel und wird daher, weil sie die Vermehrungder Schneeglöckchen vermittelt, Brutzwiebel genannt. Später trennte siesich von der alten Zwiebel und wuchs selbständig weiter. Die Zwiebelist somit ein unterirdischer Stengel: ihre Schalen sind nichts anderes alsBlätter, die an einem verkürzten Stengel, der Zwiebelscheibe, stehen.Mit dem Blütenschaft entwickeln sich aus der Zwiebel auch 2 große, grüne
Bild 17S. « Blüte der gelven Warzisse mit röhrig-glockigem Schlundlranze (Nebenkrone).d Zwiebel im Durchschnitt.
Blätter, die eine linealische Form und parallel verlaufende Adern zeigen.Zum Unterschiede von den Zwiebel- oder Niederblättern nennt man sieLaubblätter. Das scheibenförmige Blatt dagegen, das den Blütenstiel um-schließt, heißt Hochblatt. Den Blättern entsprechend unterscheidet man einenNiederblatt-, einen Laubblatt- und einen Hochblattstengel.Vgl. S. 33.
Verwandt mit dem Schneeglöckchen sind die vielfach inGärten als Zierpflanzen gepflegten gelben (Bild l79) undweihen Narzissen, liareissus kssucko-Harcissus undpväticus.
Keniizeicheil der Familie Narzissen: EinkeimblätterigePflanzen; Stengelblätter gegenständig; Perigonoberständig, 6teilig; Staubgefäße 6; Staub-Bild IM. Ananas, beutel nach innen aufspringend.