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Das Pflanzenreich in Wort und Bild : für den Schulunterricht in der Naturgeschichte / dargest. von Martin Krass und Hermann Landois
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I. Familie: Nadelhölzer.

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finden sich zweierlei Blütenähren: die Staubgefäße sind kurzgestieltund Lfächerig; die Samenknospen sitzen zu je 2 nackt hinterverholzenden Blattgebilden (Windblütler). Die walzigen,Hangenden Fruchtstünde (Tannzapfen) sind unter dem NamenWetter-häuschen" bekannt. Bei trockener, windiger Witterung krümmen sich dieschuppenförmigen Blätter rückwärts und lassen die beiden frei in dem Winkelliegenden geflügelten Samen herausfallen. Der Wind verbreitet sie weithin.Wenn der Same auf die Erde gefallen ist, löst sich der häutige Flügelab. Bei feuchter Witterung schließen sich die Tannzapfen. Die Fichteliefert ein vorzügliches Bau- und Nutzholz; die größten und stärksten Stämmewerden zu Mastbäumen gewählt. Aus dem Safte gewinnt man Terpentin,Harz und Kolophonium. Bei Verwundungen der Stämme fließen harz-artige Stoffe oft in großer Menge daraus hervor. Der Bernstein istein Harz ausgestorbener Tannenbäume (vgl. Min. S. 92 u. 122).

Auch die Weiß-Tanne (Edeltanne), Lbies alba, hat ihren Namen von derim späteren Alter weiß-grauen Rinde erhalten; außerdem unterscheidet sie sich vonE der Rot-Tanne noch besonders durch ihre Pfahlwurzel und ihreMM. auch im übrigen tiefer gehende Bewurzelung. Ferner stehen die

flachen, unten mit 2 weißen Liniengezeichneten Blätter zwar auch ein-zeln, find jedoch an den ZweigenLzeilig angeordnet. Bis 50in. Mai.Die übrigen Nadelhölzer können ebensoleicht an ihren Blättern erkannt wer-den. Die gemeine Kiefer(Föhre), klnus silvöstris (Bild 210u. 211), hat zu zweien vereinigteBlätter (b), die am Grunde von einerhäutigen Scheide umgeben sind. Sieist sehr flachwurzelig. Bis 35 in.Mai. Bei der Wei muts-Kie-fer, ?. Ztröbus, stehen die Blätterzu je 5 büschelig; sie wird gern inAlleen gepflanzt. Bis 18 in. Mai,Juni. Die gemeine Lärche,IHx äscläua (Bild 212), ist anihren aus zahlreichen Nadeln bestehen-den Blälterbüscheln kenntlich. Diesefallen im Winter ab. Bis 25 in.April, Mai. Feinde der Nadelhölzersind die Borkenkäfer (Mensch u. Tierr.S. 190) und der Kieserntrieb- undKiefernknospen-Wicller (S. 210).

Verwandt mit den vorher genannten Bäumen ist der meist 2häusige gemeineWacholder, ckunlxsrus ooiiiinüvis; seine Scheinbaren, Wacholderbeeren, dienen

a. b

Blld 2iS. Kemeine Lärche.

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