Karls des Großen Persönlichkeit, Familien- und Hofleben.
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Meute. Endlich, auf Bergeshöhe, ist der Eber gestellt. Er wetzt die Hauergegen die Hunde, die tödlichen Waffen; er schleudert die Rüden hinweg;er rollt sie zu Boden. Da fliegt Karl herbei, federt das Wild, taucht ihmdas kalte Eisen in die Eingeweide. Und nun geht's hinab von der Halde.Eine neue Jagd beginnt, weitere folgen ihr; unzählige Wildschweine wer-den erlegt. Gegen Abend erst wird die Jagd geschlossen, die Beute andie vornehmen Jagdgenossen verteilt. Dann aber eilt alles zum kühlenWaldesschatten, zum frischen Wasser und den breiten Rasenflächen desUfers. Goldschimmernde Zelte sind hier errichtet, ein kaiserlich Mahl er-wartet jung und alt und nach ihm erquickender Schlummer.
Frisch wie Waldesodem weht es aus der Schilderung Angilberts,der unser Auszug entnommen ist; ein deutscher Wald wölbte sich überdem kaiserlichen Schläfer und seinen Genossen, und deutsch wie vortausend Jahren war ihr Tun und Sinnen.
Und doch war dieser Kaiser derselbe, den man in schlaflosen Nächtenmit Schreibtafel und Griffel erblicken konnte, wie er geduldig die Cha-raktere der römischen Buchstaben nachmalte, deren Geheimnis sich seinerJugend nicht erschlossen hatte. Doch war dieser frische Jäger der gleiche,der im ernsten Gespräche mit den ersten Gelehrten seiner Zeit keine Ge-legenheit versäumte, sich und sein Volk zu unterrichten. Doch war dieserdeutsche Fürst nicht verschieden von jenem Kaiser, der die Notwendigkeiteiner geistigen Hebung seines Volkes aus dem noch unversiegten Lebens-born der antiken Kultur zuerst aufrichtig erkannte und aus innigsterÜberzeugung heraus an seinem Hofe die erste Wiederbelebung der An-tike, eine erste deutsche Renaissance entwickelt hat.
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