Band 
I. Teil. Von der germanischen Urzeit bis zur französischen Revolution.
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Erläuterungen.

in der er selbst „Das Zeitalter Friedrichsdes Großen" (2 Bände), „Das Zeit-alter der Revolution, des Kaiserreichsund der Befreiungskriege" (2 Bände)und „Das Zeitalter des Kaisers Wil-helm" (2 Bände) verfaßte,patrimonial, ererbt, angestammt.Patrimonialgericht, ein erbherrlichesoder grundherrliches Gericht,psooutis sxixslltibus, für begangeneSünden.

Petersdorff, Hermann von, geb. 1864in Stettin, Königl. Archivrat daselbst.Hauptwerke u. a.: „Der erste Hohen-zollernkaiser"; „KaiserinAugusts"; „KönigFriedrich Wilhelm IV."; „Friedrich derGroße"; „Königin Luise". Sein „Fried-rich der Große", leicht verständlich undfesselnd geschrieben, ist, wie der Ver-fasser in der Vorrede selbst sagt, „einfür die breiten Massen der Gebildetenbestimmtes Werk, das den Inhalt dermonumentalen, alle einzelnen Ergebnissekritischer Forschung vorlegenden und sichder Natur der Sache nach nur an einengewählteren Kreis der gebildeten Weltwendenden Biographie Friedrichs ausder Feder von Reinhold Koser in kürzererFassung vorträgt und zur Veranschau-lichung der Persönlichkeit des Königsund seiner Zeit einen reichen Bilder-schmuck bringt".

Peutinger, Konrad, Stadtschreiber inAugsburg, gest. 1547.

Pfizer, Publizist, Verfasser des „Brief-Wechsels zweier Deutschen", gest. 1867.Plutarch, griech. Schriftsteller, um 50bis 120 n. Chr. Hauptwerk: „Vitasparalleles" (46 vergleichende Lebensbe-schreibungen berühmter Griechen undRömer).

prima oalamitas, das erste, das schlimmsteUnglück.

Puls, v. xulrms, der Schlag; einer derAbschnitte, in denen daS Läuten derGlocken erfolgt.

Querulieren, klagen.

Racine, franz. Dramatiker, gest. 1699 inParis. Zu seinen besten Tragödien ge-hört „Phädra".

Ranke, Leopold von, geb. 1795 zuWiehe in Thüringen, besuchte nach treff-licher Vorbildung im Kloster Donndorfund in Schulpforte die Universität Leipzig,war danach Oberlehrer in Frankfurt a. d.

Oder und wurde 1825 als Professorder Geschichte nach Berlin berufen. <Kneheiße Sehnsucht nach den Archiven Italienstrieb ihn 1827 nach dem Süden, woer bis zum Frühlinge 1831 unermüdlichin Bibliotheken und Archiven arbeitete.Auf die historischen Wanderjabre folgtedie Meisterzeit. 1834—36 erschien seingroßartigstes Werk: „Die römischen Päpste,ihre Kirche und ihr Staat im 16. und17. Jahrhundert", und 1839—1843 die„Deutsche Geschichte im Zeitalter derReformation", ein Werk, das jenem nurwenig nachsteht. Die 1831 wieder auf-genommenen Vorlesungen an der Ber-liner Universität setzte er bis 1871 fort.Der Schwerpunkt seiner Lehrtätigkeitlag jedoch in den historischen Übungen,durch die er sich eine Reihe von jungenGelehrten zur Befolgung seiner 3 Wo-rischen Gebote — Kritik, Präzision undPenetration — heranzog. 1858 be-gründete er die „Historische Kommissionbei der Akademie der Wissenschaften",eine Vereinigung hervorragender Histo-riker ganz Deutschlands. 1879—1886arbeitete er an seiner groß angelegten„Weltgeschichte". Er kam aber nur bisans Ende des 11. Jahrhunderts; imJahre 1886 setzte der Tod seinem rast-losen Schaffen ein Ende.

Rankes „Sämtliche Werke" umfassen54 Bände. „Sein gesamtes Tun istvon der universalistischen Idee durch-leuchtet, selbst da, wo er lediglich mit derKlarlegung des einzelnen Momentes be-schäftigt scheint. Die auch unausge-sprochen stets vorhandene Rücksicht aufdas Ganze des Menschengeschicks, die oftmit so wunderbarer Kunst hervorge-hobene Wechselbeziehung des Besonderenund des Allgemeinen, vermöge derenuns fast auf keiner Seite seiner Schriftendas Gefühl verläßt, uns in einer Weltzu befinden, ist das wichtigste Kenn-zeichen des Geistes Rankescher Geschichte.Auch deren vorwaltende Gemütseigen-schaft indes, ihre Objektivität, jene Frei-heit der Stimmung von jeglicher Vor-liebe, jedem Vorurteil, sei es konfessio-neller, politischer, nationaler oder welcherNatur auch immer, hängt aufs innigstezusammen mit der universal-historischenIdee, mit dieser ästhetischen Begeiste-rung für das geschichtliche Menschendasein