Band 
Erster Teil.
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Die Griechen.

1. Übersicht.

Die Griechen, das begabteste und gebildetste Volk des Alter-tums, sind wie die Jtaliker, Germanen u. a. arischen Stammes.Sie besiedelten den südlichen Teil der Balkanhalbinsel, von wosie sich später nach Kleinasien und über fast alle Küsten derMittelmeerländer verbreiteten. Die Natur ihres Landes, welchesie zur Arbeit zwang, aber ihnen auch mannigfache Fülle undreichen Genuß bot, brachte alle ihre Geisteskräfte zu herrlichsterEntfaltung (Blüte von Kunst und Wissenschaft). Anfangs ent-wickelten sich die einzelnen Stämme gesondert von einander, bisdie gemeinsamen Kämpfe gegen die Perser sie vereinigten. Nachderen Beendigung wandten sie die Waffen gegen einander, so daßsie infolge der dadurch eintretenden Schwäche bald die Beutestärkerer Nachbarn, erst der Macedonier, dann der Römer wurden.Ihre Geschichte zerfällt in drei Abschnitte:

1. die älteste Zeit bis zu den Perserkriegen,

2. vom Beginn der Perserkriege bis zum Untergangder griechischen Freiheit,

3. das macedonische Zeitalter.

2. Griechenland.

1. Gebirge und Flüsse. Griechenland, der südlichste Teilder Balkanhalbinsel, im N. von hohen Gebirgen, im W., S.und O. vom Meere begrenzt, ist reich an Gebirgen, welche denVerkehr im Innern erschweren, und an Meereseinschnitten, welchedie Bewohner auf die Schiffahrt hinweisen, arm dagegen anFlüssen und fruchtbaren Ebenen.

Es wird im N. durch eine zwischen den Akrokeraunien im W-,dem Olymp (dessen Fortsetzungen Ossa und Pelion) im O.sich hinziehende Gebirgsmasse (den sog. keraunischen und kam-bunischen Bergen) von Jllyrien und Macedonien getrennt.Von dem Knotenpunkte derselben, dem Lakmus, zieht sich nachS. der Pindus (Grenze zwischen Epirus und Thessalien)bis zum Tymphrestus hin. Von diesem geht nach O. zu derOthrys; südlich davon entfalten sich die ätolischen Berge, an