Band 
Erster Teil.
Seite
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Athene, Überfall), sicherte seine Herrschaft durch die Entwaffnungder Bürger und Werbung von Söldnern, ließ aber die solonischenGesetze unangetastet und regierte mild (Bauten, homerische Ge-sänge, Kolonieen). Nach seinem Tode 527 folgten ihm seineSöhne Hippias (527—510) und Hipparch. Als letzterer 514aus Privatrache von Harmodius und Aristogiton ermordetwar, herrschte Hippias streng und wurde infolge dessen (mitspartanischer Hilfe) 510 vertrieben. Er begab sich später zu denPersern.

4. Nachdem ein Versuch die aristokratische Verfassung (mitspartanischer Hilfe) wiederherzustellen (Jsagoras) gescheitert war,wurde die Demokratie (Volksherrschaft) 508 erweitert durchKlisthenes, welcher 1) die Einteilung des Landes in 10 geo-graphische Phylen statt der 4 alten Stammesphylen (infolge dessenVerstärkung der Bule auf 500 Mitglieder), 2) den Ostracismus(Scherbengericht) einführte. Rasch entwickelte sich Athen jetzt zufortschreitender Blüte, so daß es bald stark genug wurde, denKampf mit den Persern aufzunehmen.

II. Vom Beginn der Perserkriegebis znm Untergang der griechischenFreiheit.

5. Vorgeschichte der Perser.

1. Die ältesten Staaten lagen in Babylonien (Sumer undAkkad) im Gebiete des Euphrat (ungefähr seit 4500 v. Chr.,Keilschrift). Bedeutender wurde später das Reich der Assyrer(Hauptstadt Assur, später Niniveh, große Palast- und Tempel-bauten) am Tigris, welches unter dem Großkönige Assarhaddon(680—669) auch Babylonien, Syrien und Ägypten umfaßte, aberbald danach vcrsiel und 606 von den Babyloniern (HauptstadtBabel) und Medern (Hauptstadt Egbatana) zerstört wurde.Mächtiger als sie alle wurden dann die Perser.

2. Cyrus (558—529), der Gründer des persischen Reiches, ausdem Hause der Achämeniden, König der Stadt Anschan in