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einen unglücklichen Krieg gegen die Parther und gab sich inAlexandria mit der ägyptischen Königin Kleopatra unerhörtenAusschweifungen hin (Schenkung von römischen Provinzen an sieund ihre Kinder). Streitigkeiten zwischen den beiden Machthabern(Scheidung des Antonius von Octavia, Cäsars Schwester) veran-laßten die Kriegserklärung des Senats an Kleopatra und damitden Bürgerkrieg zwischen Cäsar Octavianus und Antonius. DieFlotte des letztern wurde in der Seeschlacht bei Actium (Kleo-patras und Antonius Flucht) am 2. September 31 von Agrippabesiegt, das Landheer wartete vergeblich auf seinen Feldherrn undergab sich dann. Antonius und Kleopatra endeten 30 in Alexan-dria durch Selbstmord, Ägypten wurde von Cäsar in Besitz ge-nommen. Dieser war jetzt Alleinherrscher des ganzen Reiches(seit 27 v. Chr. Augustus), welches aus einer Republik einKaiserreich wurde.
III. Rom als Kaiserreich 27 v.—476 n. Chr.
31. Augustus.
1. Cäsar Augustus (27 v. bis 14 n. Chr.) ließ die Formender Republik bestebn, vereinigte aber in seiner Person alle Macht-vollkommenheit. Er wurde Imperator (Oberbefehlshaber über alleHeere), erhielt die prokonsularische (Verwaltung der kaiserlichenProvinzen) und tribunicische Gewalt, censorische Befugnisse, wurdePontifex maximus und umgab sich mit einer Leibwache (Präto-rianer). Durch Wiederherstellung der Ruhe und Ordnung (Schließ-ung des Janustempels) machte er sich um den Staat verdient.Seine Gehilfen waren der tüchtige Kriegsmann Agrippa, seinSchwiegersohn, und der gewandte und kunstliebende Mäcenas.
2. Nach außen erweiterte er die Grenzen des Reiches durch dieEroberung der Donauprovinzen Rätien (Ostschweiz, Tirol) undVindelicien (Bayern), Noricum (Österreich), Pannonien(Savegebiet) und Mösien (Serbien und Bulgarien). Das vonseinem Stiefsohn Drusus (12—9 v. Chr.) eroberte Germanien(zwischen Rhein und Elbe) ging durch den Freiheitskampf der