Band 
Dritter Teil.
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auf dem Marchfelde 1278 die Sturmfahne trug, erhielt die Herr-schaft Bayreuth. Friedrich IV., welcher die Schlacht bei Mühl-dorf 1322 zu gunsteu Ludwigs des Bayern entschied, erwarb durchKauf Ansbach. Friedrich V. wurde 1363 von Kaiser Karl IV.zum Reichsfürsten erhoben. Von feinen Söhnen Johann undFriedrich VI. erhielt bei der Teilung des väterlichen Erbes dererstere Bayreuth, der letztere Ansbach; erst nach Johanns Todewurden die fränkischen Besitzungen des Hauses wieder von Fried-rich VI. vereinigt. Indem dieser dann von Sigismund die MarkBrandenburg erhielt, wurde er der Begründer der branden-burgischen Linie des Hauses.

2. Wiederherstellung der Mark in ihrem alten Umfangedurch die ersten drei Kurfürsten aus dem Hause Hohen-zollern. a) Friedrich I., Statthalter 1411 — 1415 , Kurfürst1415 — 1440 . Als Friedrich I. 1412 die Verwaltung der Markantrat, umfaßte dieselbe nur die Alt- und Mittelmark, diePrignitz, den größten Teil der Uckermark und das Land Stern-berg; dazu waren die landesherrlichen Rechte zum größten Teileverpfändet, die Stände durch die lange Mißwirtschaft verwildertund wenig geneigt, sich dem neuen Herrn zu fügen. Aber durchkluge Unterhandlungen und sicheres Auftreten wußte Friedrich dieStädte zur Huldigung zu bewegen; nur ein Teil des Adels, welcherdie Einlösung seiner Pfandbesitzungen fürchtete, unter Putlitz undden beiden Quitzows, spottete über den „Nürnberger Tand" undsuchte und fand Hilfe bei den (slavischen) Herzögen von Pommern-Stettin, welche ebenfalls ihre Pfandbesitzungen in der Mark nichtaufgeben wollten. Die Schlacht am Kremmer Damm blieb zwarunentschieden; aber als sich Friedrich durch ein Bündnis mit demErzbischos von Magdeburg und dem Herzog von Sachsen verstärkthatte, wurden Friesack und Plaue, die Hauptburgen der Quitzows,1414 belagert und durch das damals auskommende schwere Geschütz(die „faule Grete") genommen.

Daraus wurden die widerspenstigen Edelleute zum Gehorsam ge-zwungen, und mit dem Rate der geistlichen und weltlichen Herrenein allgemeiner Landfriede für die Mark verkündet. Friedrichsweitere Thätigkeit in der Mark, namentlich seit seiner Belehnung,wurde sehr gehindert durch seine Teilnahme an den Geschäften des