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Die Überhandnähme des Mißbrauch? einer Reihe von Medikamen-ten, welche teilweise im freien Handverkauf, also ohne ärztliche Vorschrift,käuflich sind, veranlaßt warnend darauf hinzuweisen, daß Chinin, Salizgl-säure, Aspirin, Antipgrin u. ä., wenn sie in großer Menge oder längere Zeithindurch genommen werden, durch Veränderung des inneren Ohres Schwer-hörigkeit und unangenehmes Sausen hervorrufen können. Cabak, Alkohol, derGebrauch von Haarfärbemitteln, welche Höllenstein enthalten, können dieselbeüble Wirkung haben.
Lei der Wahl des Berufes sind Schwerhörige wegen der Gefährdungdurch Störung des Gleichgewichtes vor den Berufen der Maurer und Dach-decker zu warnen. Auch sind sie fürden Beruf des Eisenbahners nichttauglich. Durch Tätigkeit in lärmen-den Betrieben (Schmied, Schlosser,Böttcher) kann ihre Schwerhörigkeitsich verschlechtern. Zu empfehlen istihnen die Beschäftigung als Mecha-niker, Maler, Zeichner, Uhrmacher,? Gärtner, Buchbinder, Schneider, Land-wirt, Photograph — kurz jeder Be-trieb, in welchem mündlicher Verkehrkeine große Rolle spielt.
3. Die haut.
Die haut bildet die äußere Um-hüllung des Körpers. Sie geht anden natürlichen Körperöffnungen un-vermittelt in die Schleimhaut über,Yuerschnitt der haut. welche die inneren Körperteile aus-
1. Hornschicht. 2. Lederhaut. 3. Blutgefäß, kleidet. Die haut zerfällt' in zwei4. Muskel zur Aufrichtung des Haares. S. haar. Schichten, deren Entwicklung je nach
Äer^Lueldruf? 8^ den verschiedenen Körperstellen eine
verschiedene ist. Zu äußerst liegtdie Oberhaut, eine mehrschichtige Lage eng aneinandergereihter Zellen.An diesen wieder unterscheidet man die innere Stachelschicht, bestehend auspolygonalen Zellen, die durch feine Brücken oder Stacheln miteinander in Ver-bindung stehen, und die äußere Schicht der glatten, verhornten Zellen. Diesehornschicht ist besonders derb an den Handtellern und Zußsohlenan der übrigenhaut ähnelt sie mehr einem losen Webewerk. Die untersten Zellen der Oberhautführen einen braunen Zarbstoff, der bei dunklen Rassen, besonders bei denNegern, außerordentlich reichlich vorhanden ist. Die innere Schicht der haut,die Lederhaut, besteht aus dickeren und dünneren Lindegewebsbündeln,welche in den verschiedensten Richtungen durchflochten sind. Dazwischen verlaufen
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