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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Ein allgemeiner Wohlstand zeigte sich des-halb auch im Schweizerland schon in der Anlageder Städte und Dörfer, in der Bauart derHäuser, die in der Regel mit Malereien, kunst-reichen Erkern und Ofen verziert waren. Na-mentlich unterschied sich das Bürgerhausaus jener Zeit von früheren und späteren Bautenderselben Art durch eine auffallende Naumvcr-schwendung.Unter dem gewaltigen, mit wider-standsfähigen Flügeln versehenen Torbogen tratman in einen weiten gepflasterten Flur. DasErdgeschoß diente zum Aufbewahren von Waren,wenn es nicht, wie bei Bäckern und Krämern,den Verkaufsraum barg. Auf breiten, bequemenund hellen Holztreppen gelangte der Besucherin die oberen Stockwerke. Hier fanden sich dieWohnungen, der Prunksaal, die Küche. Lichtund Luft empfingen die Zimmer durch eine großeAnzahl Fenster von der verschiedensten Größeund der unregelmäßigsten Anordnung. Hinterder Küche, gegen den Garten gewendet, gab eswohl auch einen

hölzernen, ge-deckten Gang,dieSommer-laube". ZurWinterszeit

Der Dudelsack- versammelte sichpseiferbrunmn In die Familie umv-rn. . ^ . -

den breit aus-kaufenden Kachelofen; holz-frcsscnde Kamine taugten nichtfür die bürgerliche Sparsam-keit. Die Wände der besserausgestatteten Zimmer ent-behrten gewöhnlich nicht einerpassenden Bekleidung, sei es,daß diese aus Holztafeln, ausgewirkten Teppichen oder Lc-dcrtapcten bestand. Große

Mich) 54 S

Wappenscheibe des Obern Bundes. Zürich.Llasgemälde von K. von Äaeri.